Berg, Fluss & Tal

Die thematische Einteilung meiner Gedichte ist im Gange. Hier finden Sie in Zukunft alle Gedichte, die zwischen Berg und Tal spielen.

Eibsee & das zweihundertfünfundfünfzigste Gedicht

Eibsee

Letzter Tag in München (bzw. nähere Nachbarschaft), bevor es wieder auf Tour geht.

Eibsee

Du bist flüssiger Berg, ein Gedächtnis von Masse
Zu Klarsichtfolie geleetiert
Erstrahlst in opalen-karibischer Klasse
Dass alle Gestelztheit des Lebens gefriert

Ich tu in Demut meine Züge
Und lass mich durch die Felsen treiben
Ich schlucke Kiesel zu Genüge
Und sink gen Gipfel, dortzubleiben

Innsbruck II & das zweihundertsiebenunddreißigste Gedicht

Inn bei Innsbruck

Der Inn. Eine Brücke. Und die Berge von allen Seiten.

Die Berge

Sie luken hier in jede Häuserschlucht rein
Wie abgesetzte Herrscher das tun
Sie halten gebotene Abstände ein
Doch werden sie schon aus Gewohnheit nie ruh'n

Nordkette & das zweihundertfünfunddreißigste Gedicht

Nordkette Innsbruck

Der Blick auf Innsbruck von der Nordkette.

Gebieter der Stille

... und unten lärmt man vor sich hin:
Getösestolz aus Mittendrin

Der dringt nur als verdecktes Wummern
Zur Soundcloud von Insekten-Summern
Denen einzig Vogel-Tirillenz
Grätscht in die Laute-Prominenz

Verhalten hallt mal kurz ein "Muh!"
Von irgendeiner Alm dazu
Ansonsten ist's hier völlig still

Dann schrei ich: "Nur, wenn ich es will!"

Grund & das zweihundertzwanzigste Gedicht

Luxemburg Grund

Der Stadtteil zu Füßen der Festung von Luxemburg heißt Grund. Nicht ohne selbigen, würde ich sagen.

Spaziergang durch Grund

Und wieder weicht dein Blick nach oben
Irrt vom treulichen Fluss unbeirrt in die Höh'
Sag, wolltest du nicht deinen Füßen geloben
Am Boden zu bleiben, inständig? Doch, nö
Schon scheint dir die oberste Zinne der Feste
Für kommende Schritte das optimal Beste
Und alles darunter nicht wirklich gesund

So wandelst du weiter verbittert durch Grund

Auf der Höhe & das hundertzweiundsiebzigste Gedicht

Auf dem Schlossberg Würzburg

Irgendwie stachelt mich ein auf nahen Hügeln gelagertes Gebäude immer wieder zum Aufstieg an, obschon man es sich auch in der Ebene gemütlich machen könnte. Von der Feste herabgedichtet:

Straight up/down to the Top

Ständig muss ich mich erhöhen
Obenauf im Ausguck stöhen
Und dem Ausblick Aug ins Aug seh'n

Gipfel, Wipfel, Kämme, Dämme, Kuppen, Türme stürme ich
Und auf Berg, Burg, Zinnen sinnen Übersicht und Über-Ich

Weit lass ich die Blicke schweifen
Schwelle an vom Welt-Begreifen
Wachend über all Gescheh'n

Doch begnüg ich mich durchaus mit
Einem Blick in deinen Ausschnitt

Spähend hüpf ich
Unterschlüpfrig
Tief ins Jenseits vom Versteh'n

Schären & das hundertfünfundzwanzigste Gedicht

Schären

Noch mehr vom Vortage: Schärenmaterial.

Die Felsen der Schären

Diese unverwandt wasserhervorigen Steine
Sind seltsam glatt und weichgestalt
Beinahe organischen Ursprungs. Ich meine
Auch, dass sich bei Sonnenbescheinung recht bald
Aus dem Innersten mählich die Steinhaut erwärmt
Und Grad um Grad Körper die Poren beschwärmt
Das kenn' ich von Reptilien
Die bis zum Temp'raturbehag
Strecken sich zur Sonne hin
Erst dann bereit sind für den Tag

Nennt mich sehr gern einen Voll-Übertreiber
Doch vielleicht sind's versteinerte Saurierleiber!?
Diese Felsen in Wasser und sonnigem Scheine
Sind einfach zu seltsam für "einfach nur Steine"

Aber irgendwas müssen die Felsen ja sein
Vielleicht also Saurier. Gefällt euch das? Nein?

Deutsches Eck & das einundneunzigste Gedicht

Deutsches Eck Koblenz

Wo Vater Rhein Mutter Mosel küsst. Aber flussaufwärts ist es romantischer.

Deutsches Eck

Sagt, was könnt sich nasser küssen
Als die Wasser von zwei Flüssen?

Aarebrücke & das sechsundachtzigste Gedicht

Aarebrücke Olten

Auf dem Weg zur Schützi Olten. Der Fluss summt Simon & Garfunkel.

Bridge, trouble, water

Was weiß denn das Wasser vom Trouble der Brücke?
Vom zähen Verankern auf beiderlei Seiten
Vom Dinge Verbinden, vom Schließen der Lücke
Vom Menschen zu anderen Ufern Geleiten

Selbst massiges Gleiten
So stur wie bedächtig
Strömt es durch die Zeiten
Und glaubt, es sei mächtig

Parsenn & das siebenundvierzigste Gedicht

Davos Parsenn

Zwei Tage Sonne, Pisten 1A. Gutes Nebenprogramm für einen Slam.

Höhenwandrers Nachtlied

Über allen Gipfeln ist Ruh
Da in der Steilwand, das bist du!
Man höret nur ein jähes "Huuch?"
So schnell kann's gehen - guten Flug!

Vulkane & das fünfzehnte Gedicht

Haleakala auf Maui

Ursprungstäler gestaltende Vorursprungsberge grüßen aus 3.000 Metern.

Wollen Vulkane

Einen Vulkan
Kann Volker
Volle Kanne gebrauchen

Mussernichmehr selber rauchen

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