Berlingedicht

Die thematische Einteilung meiner Gedichte ist im Gange. Hier finden Sie in Zukunft alle Berlingedichte!

Baalin & das fünfhundertfünfzigste Gedicht

Berlin Hauptbahnhof vom Kanal

Berlin ist Baalin

Berlin ist Baalin
Und autobrutal
Schonungslos wie wohnungslos
In Baustellenmarter entartet, zumal
Die Nistplätze der Niedlichkeit
Geplündert wurden mit der Zeit
Berlin ist Baalin
Und in ständigem Groll
Aber wenn grad nichts wehtut
Dann find ich's hier toll!

Mitte & das fünfhundertneunundzwanzigste Gedicht

synagoge oranienburger straße

In dieser Stadt

Ich hab ja Berlin noch nie fotografiert
Weil Berlin kommt eh immer zurück
Die Schönheit hat mich dort auch nicht int'ressiert
Berlin ist mal Pech, ist mal Glück
Und was man grad als schön empfunden
Wird nur mit Stöhnen überwunden

Mit dem Abstand geh ich jetzt befreit durch die Stadt
Und erfreu' mich dran, wie viel' Reserven sie hat

Im Stammrestaurant zu F'hain & das fünfhundertachtundzwanzigste Gedicht

Kültürzeit in der Simon-Dach-Straße

(Über-)Kreuzreim? Paarreim? Weder noch?

Friedrichshain in Berlin

Ersma wollten alle herzieh'n
Nu woll'n alle drüber herzieh'n ...?
Hab dein Toll-Sein dir verzieh'n
Soll'n die ander'n sich verzieh'n!

Berlinale & das fünfhundertsechzehnte Gedicht

Berlinale 2017, Potsdamer Platz Arkaden

Der Start in in dritte Woche nach Re-Aktivierung dieses Blogs. Wie versprochen, soll es 2017 fünf Gedichte pro Woche geben. Eigentlich an jedem Werktag. Aber manchmal bin ich als mobiler Offliner etwas spät dran ... Geduld - am Ende werden es spätestens zum Sonntag fünf Gedichte sein!

Bärenhunger

Ein paar Tage vor dem Fasten
Hasten all die Cineasten
Nach Berlin - zur Berlinale
Und verteilen zum Finale
Fast erlegt - das Fell der Bären
Unter den'n, die fällig wären

Den'n hingegen nichts verlieh'n
Die da hungern statt zu fasten -
Sie dreh'n sich nochmal gen Berlin
So wie fast alle Cineasten

Holzmarkt & das fünfhundertzehnte Gedicht

Holzmarktstraße

Ein Korallenriff aus Baukränen gibt mir zu verstehen: Auch meine alte Hood of F'Hain bekommt jetzt eine Mall! Aber anderswo bleibt die Zeit stehen. Seit immer.

Krankram

Ey, Berlin, wat wird'n ditte -
Bauste dir 'ne neue Mitte?
Nochma eene Innenstadt
Klotzte uns hier hin? Sach, wat
Wird'n ditte, jetzma echt?!
Ach, 'ne Mall? Okay. Nich schlecht ...
Halt zum x-ten mal 'ne Mall
X-beliebt bei Jung und Aal
Nix für unjut - der Passion
Frönste ja seit Jahren schon

Mag sein, Berlin wird sich aus Freude am Bauen
In eenem Jebäude mal selber verstauen

Blaue/rosa Bauröhren & das dreihundertundzweite Gedicht

Baustelle Unter den Linden

Das Dutzend ist voll: zwölfte Berlin-Reise in diesem Jahr.

Berlin ist das

Berlin ist Spatz
Blaue Baugrubenröhren (oder in rosa)
Ist "Gab mal viel Platz ..."
Und gluckst: "Nachtruhe stören!" (als Allzweckbühne für die Poser)
Ist seit Jahr'n auf der Kippe
Und immer noch Punk
Historiengerippe
Seziert für das Hippe
Riskiert als Xanthippe die ganz dicke Lippe
Mit stets einer Brise Kloakengestank

Wenn du willst, stillst du hier noch den irrigsten Durst
Wenn du still bist, ist vieles ein Irrtum und Wurst

Berlin 10 & das hundertsechsundsiebzigste Gedicht

S-Bahnhof Jannowitzbrücke

Zehnte Berlin-Reise des Jahres. Heute mal in heiß.

Berlin Summer Nights

Die Milde des Abendlichts kehrt hier nicht ein
Weil Erfolgsdruck zum Wilden die Stimmung verkauft hat
Die Stadt darbt am Image, zu billig zu sein
Und feiert die Nächte, bevor sie verschnauft hat

Berlinmilde & das hundertsiebenundsechzigste Gedicht

Silhouette Berlin

Noch mal was zur alten Heimat Berlin. Und dem ewigen Update-Stress dieser Stadt.

Berlin vermag

Berlin vermag
An einem Tag
Den Charme einer Pangalaxie zu verlieren
Kann im Großen und Ganzen
Verstoßen
Verranzen
Verstörend den Rest alter Gunst infiltrieren

Doch sogleich
Kann's butterweich
Flüstern: "Hab dir jrad verlor'n, wa?
Bis' mir so een kleener Zornja ...!
Willste mir keen Lächeln borgen?
Krisst ooch wieda. Übermorgen."

Berlin again & das hundertundachte Gedicht

Holocaust Mahnmal

Ewiges Zwischenstoppziel Berlin. So undankbar wird von mir vermutlich keine Stadt bereist. Es ist das Wissen um die stete Wiederkehr. Welches gleichsam als Kompliment gedeutet werden darf.

Fremdschaftsgrade

Berlin, ick kenn dir, biste mir
Ooch manchmal zu veränderlich
Ick finde mir zurecht in dir
Wie sons in andre Länder nich

Da wollen welche gleich entgegnen
Anstatt den Text so abzusegnen:
Ditt andre Lända fremda wär'n
Ditt wär ja nich verwundalich

Da kennen wohl die Dam'n'un'Herr'n
Dich Hund von einer Stadt noch nich

Wedding & das neunundneunzigste Gedicht

Wedding, Hinterhof

Wedding, Hinterhof.

Ich hätt' vielleicht noch so etwas wie einen Koffer in ...

Ich hab noch einen Koffer in Berlin
Da ist vermutlich längst schon nix mehr drin
Denn die Baliner
Ditt sind Schlawiner
Wo wat zu holen is', da langen'se auch hin

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