Sex & Erotik

Die thematische Einteilung meiner Gedichte ist im Gange. Hier finden Sie in Zukunft alle Gedichte zur körperlichen Liebe. Noch mehr Klicks!

Isarkanal & das fünfhundertzweiundneunzigste Gedicht

Isarkanal bei Unterföhring

's wird ...

... manchen Mönchen in München
Ihr Menschsein gewahr,
Wenn Dein Mündchen
Ihr'n Männchen im Mondschein zu nah!

Fronleichnam & das fünfhundertvierundachtzigste Gedicht

Hallstatter Fronleichnam

Gell, a scheene Prozession war dös!

Und jeder, der Fronleichnam da war
Streichelte durch Vronis Schamhaar

Morne Brabant & das fünfhundertachtundsiebzigste Gedicht

Strand am Morne Brabant

Die kuschelnden Propheten

Wir spielen Schnick-Schnack-Zung' schlägt Zahn
Mit der Sahnigkeit unsres Gemüts!
Wir ferkeln durch den Ramadan
Und hoffen, Jahwe sieht's!

Schloss Harburg & das fünfhundertfünfundfünfzigste Gedicht

Schloss Harburg

Auf der Romantischen Straße

Vom Rotlichtviertel zur Romantischen Straße
Hat unvorbereitet
'Ne Braut mich geleitet
Ich schuf 'nen Roman, sie schaute errötet
Und Amor hat laut La Paloma geflötet

Moohr & das fünfhundertdreißigste Gedicht

Algen in Venedigs Lagune

Wieder einmal beginne ich die Gedicht-Woche mit einem Ripostegedicht, das sich die Zuschauer meiner Lesebühne Poetry & Parade gewünscht haben. Diesmal eine erotischer Remix von Annette von Droste-Hülshoffs "Der Knabe im Moor".

Das Knabbern am Ohr

O kau ich dir am Ohr, ist's schön,
Wenn es knistert im Speichelschaume,
Schlucklaute über dein Trommelfell dröh'n
Und die Zunge entspringt ihrem Zaume,
Unter jedem Schleck ein Quellchen springt,
Wenn's rund um dein Ohrläppchen zischt und singt,
O kau ich dir am Ohr, ist's schön,
Wenn ein Röhren flüstert vom Gaume'!

Fast hold vor Liebe, erzittert das Kind;
Nun trennt es vom reinen Behage
Die Frage, wie ehrlich die Absichten sind -
Hat das Schleckermaul nicht eine Raubtiervisage?
Hat denn jemals gebändigt das Menschengeschlecht
Jenen Trieb, für den meistens ein Beutetier blecht?
"Duhu ...bist sicher nicht bissreflexblind?!
Nicht schlucken! Nur knabbern und nagen!"

Vom Kiefer starret Gestumpf hervor,
Das heimlich giert nach Gehöre,
Als Knabberei verschwand manch Ohr
Durch Riesenhungers Begehre;
Und wie fies es tief im Rachen spricht:
"Ohrmuscheln sind mein Leibgericht!"
Da bleckt der Backenzähnechor,
Da späht die Speiseröhre!

"Ohr dran, Ohr dran!" so wimmert es laut,
"Ohr dran - ach, ich will doch noch hören!
Mit wenig Genuss wird solch Knorpel verdaut,
Sein Fleisch will kein Mund gern verzehren!"
Erst lippengebändigt, hebt sich das Visier;
Da blitzt des Schneidezahns Ungetier,
Das in diebischer Absicht den Ohrrand bekaut -
Der will noch Papillen betören!

Da birst's im Ohr, den Löffel zerrt's
Herein in die klaffende Höhle;
Schon rutscht's vom Zahndamm magenwärts:
"Ho, ho, hinein in die Kehle!"
Der Knabberer schlingt wie im rohen Wahn;
Wehrhaft trutzt das Kind dem nahen Zahn,
So befreit es die Kraft des sich sperrenden Pferds
Und gewährt, dass kein Ohr an ihm fehle.

Da endlich Grunz-Erotik wich
Der bübischen Zärtlichkeits Weide,
Die Leidenschaft stimmt heimelig,
Der Knabberer steckt in der Scheide.
Tief atmet er auf, zum Ohr zurück
Doch dorthin zieht's ihn echt kein Stück:
Denn am Gehör schmeckt's fürchterlich,
Und schaurig war's für sie beide!!

Schattendasein & das fünfhundertzwanzigste Gedicht

Schatten meiner Selbst

Die Beschattung

Ich hab'n Schatten und du hast'n Schatten
Es scheint, dass die beiden einander begatten

"Die Szene lässt sich nur entschärfen
Wenn wir uns aufeinander werfen
Das Zwei-Personen-Sein verneinen
Uns sonnenzugewandt vereinen!"

Als du hernach hechelnd fragst: "Ey, wat soll dat'n?!"
Sind wir schon ein einziger, lächelnder Schatten

Leipheim & das vierhundertvierunddreißigste Gedicht

Leipheim

Der Heimleib

Der Heimleib steckt des nachts mit dir
Unter deckungsgleichen Decken
Er ist das Beziehungstier
In das wir unsre Glieder stecken

Ganges & das vierhundertzweiundzwanzigste Gedicht

Pilsen

Die Schönheit des Ganges

Hallöchenpopöchen, Ihr Götter da droben
Ich meld' mich, die Schönheit des Ganges zu loben:
Die grazile Gazelligkeit schreitender Beine
Der Damenbesetzung vom Straßenballett!

Mich treibt nicht der Geifer nach Fleisch - nur der reine
Augengenuss eines "Guck mal, wie nett
Flaumige FlaminGo-Go-Mädchen
Raumüberwindend durchstelzen dies Städtchen!"

Da, ein Knie federt wadenwärts über das Pflaster!
Und der Hüftschwung verglüht als in Backen gefasster
Betörend die Böden bezuckernder Guss ...

Nach dem ihr benanntet 'nen indischen Fluss!

Lippstadt & das vierhundertdreizehnte Gedicht

Lippstadt Kirche

Brave not brave enough

"Erlaubt mir, Durchlaucht, Eure Lippen zu küssen!"
(Mich deuchte, da vorher mal fragen zu müssen ...)

Im Rouge ihrer Scham fand sie zögernd den Mut
Sie fuhr sich gespannt durch das Haar und sprach: "Gut,
Dies sei Euch gewährt:
Wir vereinen die Münder für zwei, drei Sekunden!
Es scheint zwar verkehrt, doch den Irrtum wohl wert
Denn im wohligen Schauder soll vieles gesunden."

Irritiert starrt' ich nun auf den wartenden Mund, denn:
"Sorry, ich meinte die Lippen da unten!"

Exit Weinstraße & das vierhundertsechste Gedicht

Von der Weinstraße nach Basel ...

Auf der Weinstraße

So ein Weinstraßenkind möchte ich gerne sein
Ach, täglich verputzt' ich -
Kläglich verschmutzt - zig
Schoppen
Alle Hirten und Wirte
Hier lud ich dann ein
Mich bäuchlings zu poppen

Und ganz ohne Schrei'n
Bezahlten mich die Peiniger

Und als rektalen Reiniger
Führt' abermals mir Wein
Ich ein

Man soll ja nicht zu glücklich sein -
Ein stückweit hatt' ich einfach Schwein!

So genießet in Maßen:
Den Wein und die Straßen!

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