Ich werde behalten: Du warst Schuster,
In meinem Kosmos der Schuster der Welt.
Es war deine Werkstatt stets maximal duster
Und alles von raschen Maschinen umstellt.
Es schien niemand den richtigen Preis zu bezahlen,
Als sei die Arbeit Lohn genug
Von denen, die dich gerne weiterempfahlen
Als Mitwisser am Selbstbetrug.
Ich hoffe, die Rechnung ging letzten End’s auf
Durchs probate Spendieren von Runden.
Wer so gewichtet, zahlt vermutlich nicht drauf,
Hat bereits unsre Zeit überwunden.
Die Tür deiner Werkstatt fiel längst schon ins Schloss –
Ein Verlust, der, so hoffe ich, irgend’nen Gott schert.
Schon seltsam, wohin all die Zeit seither floss …
Und die großen Maschinen beziffert ihr Schrottwert.
Ich hab mir ein gutes Gebiss-Good erschissen,
WC-Bons als Investitionschance ergriffen!
Die gelten dort im Café – muss man halt wissen! –
Als Währungsersatz. Drum auch Obacht beim Schiffen!!
Mit zehn hat sich für dich ’ne neue Schulform einentschieden –
Sie schert dich aus dem Kreuz und Quer. Wärst du doch neun geblieben
Und hätt’st ’nen Einser weniger fürs Zeugnisblatt geschrieben!
Dann hätt’st du einen Abschied von der alten Gang vermieden.
Von jetzt ab geht es nur bergauf – und immer gleichgesinnter!
Beinah‘ hätt’st du das Parallele in der Welt vergessen
Und alles an dem Allen gleichen Kammerton gemessen!
Doch bahnt sich dein Kulissenblick ins Ahnen vom Dahinter …
Als Hinterlanddörfler hinein in die Stadt,
Höchstgeeignet zum Abdirrigieren.
Du reinigst der weiten Welt Zeithabitat
Und du willst dich für sie interessieren.
Doch ein Job kann am Ende nur Arbeitslohn sein –
Und die Zulagen kommen vom Chef.
Du schnurrst mit dem Pünktlich-und-tüchtig-Verein
Und dein Tag nährt sich aus dem Effeff.
Wenn du nicht lächelst, lächelst du drüber hinweg,
Und um Viertel vor gehst zu zur Pause.
In dem Moloch der Stadt kennst du schon ein Versteck –
Darin denkst du dann keck an Zuhause.
Und wieder bemüh ich mich mehr Wer zu sein,
Als mein Selbst eigentlich ist.
Und wieder reck ich mich aus meinem Kleinklein
Und ich hoff, dass man nicht zu streng misst.
Und wieder werd pampig ich unglücklich sein,
Wenn jemand mir nicht wirklich traut.
Und wieder lädt man andre überall ein …
Es ist eine Art Unterwerfung im Spiel,
Wenn man sich zu sehr übernimmt.
Manch Eifer besteht auf den Schritt ins Zuviel –
Und man ist aufs Gehorchen getrimmt.