Luft

Verse für die Sanguiniker, denen man Luft, Frühling, Morgen, Kindheit zuordnet.
Die unbeschwert lustigen, formverliebt selbstgenügsamen Gedichte.
Hort der Sprachspiele und Massenalliterationen.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Wasser oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Olympiaturmblick & das eintausendeinhundertneunundsiebzigste Gedicht

München und Olympiapark vom Olympiaturm

Erkenntnisgewinn mit zwei Ausrufezeichen

Unter aller Sau
Hab ich heut gelegen
Und weiß nun genau,
Wie die sich bewegen,
Diese Schweine!
Die hab'n Beine!

Farbigkeit & das eintausendeinhundertsiebenundsiebzigste Gedicht

Rathaus Basel Front

Von Basel und Selba

Die Bälger werd'n von selba
In Basel immer gelba!

Schäfchenwolken & das eintausendeinhundertsechsundsiebzigste Gedicht

Lichtspiel im Olympiapark

Ripostegedicht zu meinem eigenen Text "Hinten im Korn (auf Halmhöh von Malmö)".

Hinten wie vorn (Das Schaf im Sexfilm)

Dreh ich 'nen Mäh-Porn,
Wird erstmal geschor'n,
Denn
In den Szen'n, die wir drehen,
Soll man das Mäh sehen
Vom Horn bis zum Zeh und
Von hinten wie vorn.

Polding & das eintausendeinhundertdreiundsiebzigste Gedicht

Frühling in Ruhpolding

Zur leichtfertigen Betonung von Ruhpoldingen

Chiemgauer und Kiemenkauer,
Die nach Ruhepolen gingen,
Zählt der standorttreue Bauer
Wortlos zu den Ruhpoldingen.

Matthäus-Passion & das eintausendeinhundertneunundsechzigste Gedicht

Matthäus-Passion im Herkules-Saal der Residenz

Fast

Frag ma' am Karfreitag
Mama nach der Teigart
Für ein karges Matzenmahl!

Klagt Kai, der eh'r Thai mag,
So'n Batzen sei fei fad,
Sag: "Tragisch, aber kackegal!"

Schlossparkgiraffen & das eintausendeinhundertsechsundsechzigste Gedicht

Zwei Giraffen von Hans Hennig im Schlosspark Köpenick

Stadtteiler Zweizeiler: Köpenick (Eisern bleiben!)

Wo Köpenicker Köppe nicken,
Sag nie: "Pöh, ihr könnt eh ni' kicken!"

Inselhuhn & das eintausendeinhundertvierundfünfzigste Gedicht

Huhn auf La Digue

Von glücklichen Hühnern

"Tock, tock, tock!", gluckt's aus der Henne,
Die ich gockelglücklich nenne,
Wie sie sich mit Nochschopf regt!

Eh man sie zum Kochtopf legt.

Check-In & das eintausendeinhundertfünfundvierzigste Gedicht

Doha Flughafen

Am Flughafen

Mutti, sieh!
Dem Duty-Free-
Shop stopft
Und pfropft
Warenvielfalt
Mit Zarengewalt
Alle Regalle haltlos voll -
Und nichts davor will man verzollen!

Kind,
Ich find
Dein Int‘ressieren
An der Welt, die wir passieren,
Phasenweise -
Ich sag‘s mal leise:
Sprachlich zu geschwollen.
Und Regal - das weißt du was, gell?! -
Spricht man nicht mit Doppel-L!

Abendrot & das eintausendeinhundertneununddreißigste Gedicht

Abendrot an der Hamburger Hafenstraße

Die Reblaus (ein revolutionärer Abzählreim)

Ein Standbein auf Standby,
Riskante Risskanten,
Ins Display nen Riss, ey,
Den Dissseits Verbannten!
Es gibt eben nicht genug Chancen für alle,
Oft kontamanieren Avanzen zur Falle!
Verkannte Verwandte
Und niemals Vermisste -
Verschandelt vom Wandeln
Durchs regungslos Triste.

Ungeheuer, -ziefer, -mach
Hol‘n jetzt aus zum Gegenschlag -
Hier kommt keiner lebend raus!
Außer eine Rebenlaus.

Elbphilharmonie & das eintausendeinhundertsiebenunddreißigste Gedicht

Detailansicht Elbphilharmonie

Die Nebenjobs der Elphi-Elfen

Hart fistende Harfenistinnen
Sind gewiss im Hafen die
Im Binnenschoß bespritztesten
Protagonisten der Elbharmonie.

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