Poetry Slam

Die thematische Einteilung meiner Gedichte ist im Gange. Hier finden Sie in Zukunft alle Gedichte, die dem Thema Poetry Slam zuzuordnen sind!

Tangonächte & das sechshundertneunzehnte Gedicht

Königsplatz

Hallo Julia

Ich soll Dich von der Romantik grüßen
Sie meint, Du hätt'st genug gefickt!
Mit Hundescheiße an den Füßen
Bist Du ihr in den Pelz gerückt
Doch sprachst niemals in ihrem Namen:
Du beherrscht kein Mousse au Chocolat
Woher auch entsprechende Rückschlüsse kamen ...
Die Anmut hurt nicht im Ein-Euro-Basar!

Kennst du das Land, wo & das fünfhundertvierzehnte Gedicht

Isarufer

Ein Text aus meiner Reihe Gefühlte Übersetzungen - der klanglich verwandte deutsche Text muss einfach fröhlich und silbengerecht auf eine Karaokeversion des Liedes "Lemon Tree" mitgesungen werden (auf YouTube sind diese in rauen Mengen zu finden, viel Spaß!).

Slammen Sie! (Foolsgarden - Lemon Tree)

Ich saß dereinst traurig im Stimmungstief
Ich kritzelte schon emsig an 'nem Abschiedsbrief
Sah mir mein Blatt an und dacht': "Mann,
Ich hab ja ganz vergessen, dass ich schreiben kann!"
Und jeder, der 'n Stift hat - kann auch slammen!

Heut' geb ich 'n Workshop - das kann ich, klar!
Weil ich erst letzten Monat selbst im Workshop war
Krieg' zweihundert Euro und sechs Facebook-Likes
Dafür lüg' ich euch an, dass ihr ganz großartig schreibt
Holt euch noch zur Vertiefung - meine Bücher!

Mal taktisch-deep - mal fröhlich-frei
Bald hab'n wir ein eigenes Format auf SKY
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se auch? Dann slammen Sie!

Nur schnell, bevor sich alle trau'n
Denn eig'ntlich will sich heute jeder selbst anschau'n
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se das? Dann slammen Sie!

Singt: Ei - nesTageswirstdualtseinBabe - wirstdusoschrecklichaltklugseinwie - deinTextschonist

Du wärst ja so gern mal im TieVie
Du bist dafür geschaffen, doch man fragt dich nie!
Selbst MDR wär dir egal
Jetzt steiger' mal die Klicks auf deinem YouTube-Kanal
Dann lädt dich Olli Welke
Auch nach Köln ein!

Auftragstexte - gibt's wie Sand am Meer!
Auftragstexte - bescher'n dir gleich zum Start, oh yeah, den ersten Tausender!
Zier dich nicht vorm Firmen-Slam
Fürs Pleasen der Entscheider musste dir nich schäm'
Denn sonst schreibt's Olli Welke - für die Hälfte!

Mal taktisch-deep - mal fröhlich-frei
Bald hab'n wir ein eigenes Format auf SKY
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se auch? Dann slammen Sie! ('n paar krieg'n wa noch unter!)

Nur schnell, bevor sich alle trau'n
Denn eig'ntlich will sich heute jeder selbst anschau'n
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se das? Dann slammen Sie! ('n paar krieg'n wa noch unter!)

Mal taktisch-deep - mal fröhlich-frei
Bald hab'n wir ein eigenes Format auf SKY
Erfolg durch Poesie? Nick - Nick!
Erfolg durch Poesie? Nick - Nick!
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se auch? Dann slammen Sie!

Silvesterjetlag & das fünfhundertste Gedicht

Buckelwal vor Maui

Ein Jahr (Slam-Danking)

Was bleibt am Ende von 'nem Jahr
Das anders als die andern war?

Buckelwale und Lemuren
Hinterließen ihre Spuren
Aras, Fahrradfahrten, Strände
War'n ein Paradiesgelände
Metropolen, Lieblingsstädte
Klar, ich wünschte mir, ich hätte
Etwas mehr Zeit dort verbracht
Als 1 Tag und eine Nacht
So fiel jeder Abschied schwer
Dafür, Slam, mein Dankesehr!

Parque Central & das vierhundertfünfundfünfzigste Gedicht

San José Parque Central

Die Distinguierten

Wir schlendern umher wie durch sichere Zeiten
Als würd die Verlässlichkeit niemals gestutzt
Wir geben uns achtlos, wir schreiten und gleiten
Und selbst die Galoschen sind immer geputzt

Polizei und auch Policen
Blieben immer ungenutzt
Wir, die wir uns sorglos hießen
Haben jeder Angst getrutzt

Was für uns gegolten
Gilt schon längst nicht mehr
Unreinheit und Wolken
Reimen immer näh'r

Narrenhände
Schreiben schon
Unser Ende
In ihr Droh'n

Keiner
Sah
Die Ge-
Fahr

Wir schlendern umher wie durch sichere Zeiten
Als würd die Verlässlichkeit niemals gestutzt
Wir geben uns achtlos, wir schreiten und gleiten
Und selbst die Galoschen sind immer geputzt

Publikum & das zweihundertsiebzigste Gedicht

Fesselballon über dem Englischen Garten

Oben: Idylle. Unten: Abgründe.

Poetry Slam

Diese Masse an Menschen! Und alle verdauen!
Wie sollt' als Ästhet ich mich nun noch getrauen
In diesen Morastpulk mein Lied zu versenken
Da alle an Glied- oder Scheidenstrom denken
Um schon in der Pause ein Meer voller Pisse
In Kübel zu strullern? Wo ich doch gewisse
Ideale von Schönheit zu gern propagiere ...
Vor Körpern, den'n Kotknetung und Uriniere
Das einzige Gebot der Zeit
Führt solcher Anspruch bloß zu Leid

Drum geh nicht den Weg über weit're Verkopfung
Sondern quäle die andern und sorg für Verstopfung!

Olympiapark & das zweihunderteinundfünfzigste Gedicht

Olympiapark Munich Mash

Immer noch drei Tage Freizeit in München.

Trendsportler Wort

Von Außen wird alles wie Freizeit ausseh'n
Wenn wir vom Gedicht zum Kalkül übergeh'n
Auch wenn wir uns längst schon am Magnum-Cup kühlen
Soll es sich für andre wie Zufall anfühlen

Man muss uns als gleichgesinnt interpretieren
"Ja, wir geh'n - wie ihr - hier nur gerne spazieren ...!"

Isarspaziergang & das hundertzweiundachtzigste Gedicht

Isar

Endlich: Ein komplett freier Tag. Daheim.

Über Berufsjugendlichkeit

Hast lange Jahre im Zug zugebracht
Doch viel, viel zu selten dein Liebes besucht
Derweil zwar die Flamme der Verve verflacht
Wirst du noch in Hoodie samt Basecap gebucht

Bremen & das hundertachtundsechzigste Gedicht

Bremer Stadtmusikanten

Berufsberatung im Norden. Wenn schon Künstler, dann doch im Strandbad der Gefälligkeit.

Keep it simple, Simpel!

Wenn die Bremer
Statt Musikanten
Einfach alle Slammer
Würden
Gäb' es
Weg'n der
Akzep-Tanten
Sicher deutlich wen'jer
Hürden

Blödsinn & das hundertachtundvierzigste Gedicht

Flughafen in Cagliari

Zurück im Geschäft.

Eines Tages, Baby, leg' mal'n Halt ein

Warum nicht mal barfuß auf Rolltreppen fahren?
Eh' dass wir nie barfuß auf Rolltreppen waren ...?

Nun, statt dich am Käse des Yolos zu laben
Sag einfach mal: Blödsinn, das muss ich nicht haben!

Drei Monate & das hundertundfünfzehnte Gedicht

Wald Marienbad

Drei Monate der Abschiedstour sind rum. Bleiben noch neun Monate und keinerlei Gründe zur Trauer.

Drei von zwölf

Für nur ein Viertel Abschied vergieß ich keine Träne
Fünfundzwanzig Prozent? Also, ... nee!
Is' nich ma ein Drittel, errechne ich, gähne
Das dauert noch viel, viel zu lang, eh ich geh
Es zieht sich und zieht sich - wie ein Stalaktit, ich
Habe den Eindruck, es geht nicht vorbei
Die Hälfte der Hälfte - dann noch mal das selbe
Die Restzeit vergärt schon zur "Tschüss!"-Narretei

Und ist die erst geschluckt, kau ich weiter hier, gähne
Dann ist mir der Abschied doch längstens vertraut
So lasse - wie heute - ich ab von der Träne
Sei das Häuschen am Wasser für andre gebaut

Es fällt ein Abschied uns fast leicht
Wenn trotz der Zeit
Die Endlichkeit
Nie vollends der Bewusstheit weicht

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