Tabak & Alkohol

Die thematische Einteilung meiner Gedichte ist im Gange. Hier finden Sie in Zukunft alle Gedichte, die dem Thema Zigaretten, Alkohol und Qualm zuzuordnen sind!

Weingedicht zwei & das zweihundertzwölfte Gedicht

Bayreuth

Wein zum Weinen?

Notlösung, not Lösung

Kerl, wat schmeckt der Wein kacke!
Ist 'ne harte Attacke
Sorgt für grässliches Brennen in Magen und Schlund

Der sticht schon hässlich in der Nase
Ist des Geruchsinns Metastase
Den behält doch kein Mensch 'ne Sekunde im Mund?!

Dass er dennoch so beliebt
Ist, weil's grad keinen andren gibt

Mönchgrün & das hundertneunundneunzigste Gedicht

Mönchgrün

Irgendwo hinter diesem Hügel liegen die 15 Häuser von Mönchgrün. Aber wie es da auschaut, muss man selbst ergründen. Vielleicht beim Literarischen Weinfest 2017?

Schlummertrunken

Wo die grünen Mönche wohnen
Mitten Apfelbaumgeäst
Torkle ich mit Kollisionen
Halte mich am Weine fest
Leg mich auf der Wiese nieder
Hoffe, dass das Wetter hält
Sattle meinen Abtauchsieder
Reite in 'ne andre Welt

Frühlingsfreizeit & das hundertneunundvierzigste Gedicht

Königsplatz München

Vier Tage München. Heimurlaub (mit zwei Auftritten). Königsplatz.

Oh Menschen, die ihr redlich seid - wisst um des Rauchens Schädlichkeit!

Ein Jüngling stand an einer Klippe
Im Lippenloch 'ne glüh'nde Kippe

Er sog so stark am Filter rum
Dass vor ihm arges Vakuum

Entstand. Sodann zog's ihn hinein
So kippte er vom Klippenstein

Ja, der eigene Sog in den Abgrund ihn blies!
(Wer denkt da, dass ihn jemand stieß?)

Gavoi & das hundertdreiundvierzigste Gedicht

Nuraghen-Türme auf Sardinien

Ein Requisit des Abends kann nicht ohne Kommentar bleiben.

Dem Landwein

Wie kann so ein Schluck so viel Möbel umstoßen
In meinem klein geglaubten Mund
Und Sonne wie Kraft entrauben dem bloßen
Rotweinkelchhimmelwärts schließenden Rund?

Münster & das hundertdreiunddreißigste Gedicht

Münster

In Münster gefeiert. Vorher Slam. Trotz vorherer Streckensperrung Marl-Haltern.

Die verkaterten Morgen

Ein verknitterter Blick kratzt das Kalb meiner Stirn
Der gehört noch nicht so ganz zu mir
Ich muss ein verwittertes Fell strukturier'n
Die entglittenen Bilder des Tages entwirr'n
Danach erst begebe auch ich mich ins Hier

Iphofen & das hunderteinunddreißigste Gedicht

Iphofen Weinfest

Iphofen, Weinfest. Und ein eigens hierfür verfasster Text.

Dem Rauschen

Oh holder alkoholischer Rausch
Du mein Hektik-Hirn bettendes Daunengebausch
Du durch Reben verstrebtes Konstrukt von Genuss
Süß-samten strömender Überfluss
Belebend, benebelnd und alles vergebend
Was an Herzweh und Kummer das Leben durchwühlt
Der Dreckrand, die Räude - all das Lahmen der Freude
Wird vom labenden Trank in das Jenseits gespült
Gedämpft und gefiltert vom Wohlgeschmack
Und dem locker beschwipsten "Na, allet im Lack?"
Denn was bräuchte es mehr
Um sein Sein temporär
Von all dem Elend abzumelden
Als ein Glaserl voll Saft
Rauschentliehener Kraft?
Das Hemmungen verhehlende Serum der Helden!

Gegärt mit der Stärke der Stimulanz
Und den Feuerwerkskörpern der Endorphine
Auf zum gleichtgewichtsschwachen, euphorischen Tanz!
Dem Torkeln und Lallen mit glücklicher Mine
Alles Drängen der Welt - es bekümmert uns nicht!
Du tauchst selbst das Dunkel in günstiges Licht
Bist als Tropfen Ration
Schönheitsoperation
Das Botox der Gemütlichkeit!
Holst aus jedem Feste
Kritiklos das Beste
Beträufelst mit Stimmung selbst die lästigste Zeit
Oh, selige Redseligkeit
Mit Schulterschluss und Bruderkuss
Nur neue Freunde weit und breit!
Ja, noch ma ne Runde hier, aber mit Schuss!

Ach, da hinten ist grad einer kräftig am winken
Das sei doch nicht gut und man stürbe vom Trinken
Nun, heißt das dann wohl, ich stürbe nicht
Wenn ich auf Alkohol verzicht'?!
Tja. Aber wär es das wert?
Ist's nicht grundweg verkehrt
Sich gegen den Segen des Rausches zu wehren?
Dem gelösten Erheitern
Dem Bewusstsein Erweitern
Und Bacchus, den Hopfen, Destillate zu ehren?

Wer behauptet nun käsig, dies sei nur 'ne Flucht?
Welch Cretin, der da niemals nach Besserem sucht
Als das schnöde Ich-Ich der ernüchterten Welt
Wo die schale Enthaltsamkeit öd' sich entpellt

Ja, da I-A'n die Fitnessdonkeys
Verbitterte Entgiftungsjunkies
Die Work-Out-Nomaden der Medical Spas
In Bademäntel eingeschweißt
Deren ganze Ernährung entschlackt wurd' vom Spaß
Ohne Personal Trainer gilt man schon als verwaist
Mit Drill gesundheitsoptimiert
Und willig durchdiszi-spleeniert
Da sitzen sie freudlos überm Rausch zu Gerichte
Stetig in Predigt zum strammen Verzichte
Verdammen mit fast religiöser Erbauung
Die unbeschwerte Weltanschauung

Dass ihr trüben Verirrten es endlich kapiert:
Einzig spirituell ist die Spirituose
Hochgeistiger Alkohol desinfiziert
So reinigt die Seele und bringt euch in Pose:
Alkoholu Akbar! Alk is all and the whole!
Schon schummrig erwärmt trink ich auf euer Wohl
Dass man euch von der Präzisions Kühle erlöse
Euer Kleingeist im wachsenden Hochgefühl döse
Dass ihr anspruchsfrei und zweckgestutzt
Diesen Fluchtweg eures Lebens nutzt
Behüte auch euch der allrettende Rausch!
Die Finsternis der Welt zum Tausch ...

Ihr entgegnet: Du weißt selber, wie unreif du bist
Dass Wunsch nach Rausch arg krankhaft ist
Und das rare Geschenk deines Lebens zerstört!?
Jaja, das mag sein - hab ich auch schon gehört
Doch möcht' mein Leben ja nicht neuwertig weiterverkaufen
Sondern nutze die Chance, es mir schöner zu saufen
Und trotz all der Kranken und Kassen Beschwerden:
Das soll mit uns nix Ernstes werden
Mir geht es nicht um Druckbetankung
Bis zur Alkoholerkrankung
Nur
Um den Zauber des Rausches, das Glück und den Trost
Also, ein Hoch auf die Gläser, ihren Inhalt - und Prost!

Ritter Butzke & das hundertundsechzehnte Gedicht

Alexanderplatz

Mal wieder in Berlin. Und endlich mal wieder in der Ritter Butzke. Nach dreimal Schwänzen.

Ritter sein

Ich würd' ja gern ein Ritter sein
Dann tränke ich zwei Liter Wein
Bloß um im nächsten Schritt zu schrei'n:
"Da passt auch noch ein dritter rein!"
Dann tät' - um wieder fit zu sein
Ich in den Pool von Britta spei'n

Die schaute wohl verbittert drein
Doch ich, ich würde Ritter sein
Wenn wer vor Wut entrüstet' sich
Stünd' immer gut gerüstet ich

Klimawandel & das achtzehnte Gedicht

Haleakala auf Maui

Auch wenn es von der prallen Sonne in den Prasselregen geht - irgendwo ist alles eins, hörte ich mal und hoffe auf dementsprechend milde Umstellung.

Im Gegen Teil

Wir kämen in Erklärungsnot
Bekäm' das Meer mal Strandverbot
Denn ohne jenes wär' das eine
Selbst auch entfernt von seinem Sein, ne?

So muss für das "Hey, hier ist Nichtraucher!"-Schrei'n
Auch irgendjemand Raucher sein

Vulkane & das fünfzehnte Gedicht

Haleakala auf Maui

Ursprungstäler gestaltende Vorursprungsberge grüßen aus 3.000 Metern.

Wollen Vulkane

Einen Vulkan
Kann Volker
Volle Kanne gebrauchen

Mussernichmehr selber rauchen

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