Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Kulturufer & das eintausendzweihundertsechsundzwanzigste Gedicht

Kulturufer Bingen / Industriekran

Praktikum

Klar, möchte ich ganz oben sein!
Doch erst ein Jahr lang proben?! Nein.

Niederwald & das eintausendzweihundertfünfundzwanzigste Gedicht

Rüdesheim Gondelbahn zum Niederwalddenkmal

Der Sog der Romantik

Dem samtigweichen Nussbaumschatten,
Unter mildgrünfrisch wachsigen Früchten,
Kann niemand bloß Besuch abstatten -
Jeder fühlt sich bemüßigt zu dichten!

Oh, stillschweigend Sog der Romantik in Gärten,
In Dir willt die Kraft deiner Früchte Erhärten!

Prato della Valle & das eintausendzweihundertneunzehnte Gedicht

Der Prato della Valle in Padua

Neue Hygiene

Ist dies nun der Brauch einer Hilflosigkeit,
Ein flötender Anflug von Wut?
Ist hier wer zu weiteren Schritten bereit
Und heißt man sie nötig, gar gut?

Vom Abi ermächtigt, auch alles zu sagen,
Stolziert man in alle Arenen hinein,
Doch kann keine Meinung im Plural ertragen,
Plärrt bockig, man muss sich "von denen" befrei'n.

Ist dies nun der Brauch einer Hilflosigkeit,
Ein flötender Anflug von Wut?
Ist hier wer zu weiteren Schritten bereit
Und heißt man sie nötig, gar gut?

Piazza della Frutta & das eintausendzweihundertfünfzehnte Gedicht

Eingang zum Piazza della Frutta Padua

Erstes Versgelium der Amazoner

Ob Mangold oder Mobilephone -
Das Angebot auf Amazon
Ist, Gottlob, ohne Rahmen!
Das "Ich bestelle, wo ich wohn'!"
Eint unsre Beichtstuhl-Religion.
Dank Dir, Alexa, Amen.

All we ever wanted ... & das eintausendzweihundertdreizehnte Gedicht

Ausstellung im MamBo Bologna u.a. zur Bombardierung des Bikini Atolls

Bikini

Das, was das Paradies zerstörte,
Darf längst im Alltäglichen killen.

Da schwillt als Altlast das Empörte -
Belebt den Wiederwiderwillen.

Padua & das eintausendzweihundertzwölfte Gedicht

Die Kuppeln der Abbazia di Santa Giustina in Padua

Der Po

Statt der Po-Ebene mag ich das Backige preisen,
Das Bettfirmament eines schönen Popos!
Ganz im Schwindel vom sündigen Geierblickkreisen
Vor dem Lob-Zölibat deines strengen "Soso!"s

Geschlechterttürme & das eintausendzweihundertundvierte Gedicht

Die zwei Türme von Bologna

Der Kükenmuser

Wir wollen in Würde den Bruderhahn schreddern
Als Prälaten pragmatischer Liebe,
Uns nicht mehr in frommen Gedanken verheddern,
Als wenn uns ein Schuldasyl bliebe!

Wir haben der Duldsamkeit Segen erklärt -
Und stell'n ihn aus Coolness in Frage.
Wenn Unredlichkeit uns bald nicht mehr ernährt,
Verbessert das nicht unsre Lage!

Buckow Zentrum & das eintausendzweihundertundzweite Gedicht

Buckow Mühle

Das schöne Geschlecht

Wenn die Moral-Ischen ihren Moralischen kriegen,
Geh in Deckung und sieh heut von solchiger ab!
Lass dort, wo es lässlich ist, andere siegen,
Lob die Welt, dass es nie eine feinere gab!

Und geht's dir auch allzusehr gegen den Strich -
Nimm's weniger schwer, Mann, und ändere dich!
Dröhnt in dir die Ahnung, das sei nicht gerecht -
Bleib Fan all der Blüten vom schönen Geschlecht!

1.200 & das eintausendzweihundertste Gedicht

Frühlingspracht in Weimar City

Dorfstraßen

Und doch können solch Dorfstraßen todbringend sein,
Man möchte es gar nicht vermuten.

Kaum lullt dich der Leerstand der Läden hier ein,
Schon musst du in einer Tour bluten.

Wer wäre da nicht unentwegt schwer gefährdet?
Doch du willst Gelassenheit strahlen!

Vielleicht hat dich grad eine Ahnung geerdet.
Ein Irgendwer muss heute zahlen.

An der Ilm & das eintausendeinhundertneunundneunzigste Gedicht

Brücke im Park an der Ilm Weimar

Sacht ja keiner, dass das alles nicht ganz schrecklich schlimm is, aber ...

Besoffenheit, Besoffenheit
Bewahrt dich vor Betroffenheit!

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