Östra Simskäla & das zweitausendeinhunderteinunddreißigste Gedicht

Blick von Östra Skäret nach Östra Simskäla

Auf Östra Skäret

Nach tagelangem Offline-Wind
Beginnt das Netz zu schwinden -
Bin rundum analog besinnt
Und nirgends mehr zu finden.

Kungliga slottet & das zweitausendeinhundertdreißigste Gedicht

Wache vorm Königlichen Schloss in Stockholm

Schwedisch

... klingt wie ein Vokaltrampolin,
Auf das man zwei Handvoll von Schotterstein streut.
Es lebt von den Fröhlich-qua-Unschuld-Partien,
Von untervolumigen Grindcore betreut.

Es klingt wie der Gischt leichten Seegangs entsprungen,
In all seiner Sehnsucht nach Weite gedrungen,
Und trotz aller Rumpler so rundum vertraut -

Das hat der Mundschenk gut gebraut!

Kobba Klintar & das zweitausendeinhundertneunundzwanzigste Gedicht

Begrüßung in Aland von der Insel Kobba Klintar

Zur Veröffentlichungsreihenfolge meiner Texte

Ich hab grade zehn bis dreizehn Gedichte
Im falschen Gepäckstück verpackt.
Schon wendet sich deren Entstehungsgeschichte,
Zäh dreht sie sich gegen den Takt.

Zwar schieb ich, erinnernd, die Folge zurecht -
Doch wann übernimmt das geschriebene Echt?

Tollwoodzipfel & das zweitausendeinhundertachtundzwanzigste Gedicht

Zeltspitze vom Tollwoodfestival 2022

Notiz: zu heiß

Quälend gelb verschlägt sich Hitze
Über meine Rippen,
Dringt in jede Brustkorbritze,
Lässt die Stimmung kippen.

Eine Trägheit sattelt auf,
Statt sich einzunisten,
Prägt fortan des Tages Lauf,
Setzt mir neue Fristen.

An die Dumpfheit inn'rer Dämpfe
Lässt sich nichts gewöhnen.

Ich verzettle mich und kämpfe,
Lass Gestöhn ertönen.

Föhringer Isar & das zweitausendeinhundertsiebenundzwanzigste Gedicht

An der Unterföhringer Isar

(...)

I liege bar in Isars Strom -
Nur Himmelblau und Wolken.
Beim Reset auf mein Erstgenom
Werd ich vom Fluss gemolken.

Ein sprudelnd Dudeldiedelei
Bespült und kühlt mein Köpfchen high -
Nur Himmelblau und Wolken.

Und nun ersäuft's mir allen Reim
Im murmelndgurgelnden Zuhause -

Nur Himmelblau und Wolken
Nur Himmelblau und

Kastenmühlwehr & das zweitausendeinhundertsechsundzwanzigste Gedicht

Das Kastenmühlwehr in Wolfratshausen

Staustufen der Zerrüttung

Da oftmals ein Notfalls ein Mögliches wahrt
(und mag es auch dessen Notiz nicht erhoffen!),
Fühl ich mich noch immer nicht ganz offenbart
Und lediglich schwer anstatt tödlich getroffen.

Einsiedlblick & das zweitausendeinhundertfünfundzwanzigste Gedicht

Blick von Einsiedl über den Walchensee gen Herzogstand

Die Hüte der freien Magdwirtschaft

Das geht auf keine Hutschnur, was die Schund-Hur mir versagt!
Es hütet nur noch Sturheit pur den Schlund der freien Magd.

Herzogstandpatina & das zweitausendeinhundertvierundzwanzigste Gedicht

Blick auf den Herzogstand vom Walchensee

Über Aufmerksamkeiten

Es mag da zwar qua Hysterie
Die Welt sich schneller drehen,
Doch Überdrehtheit lässt sich nie
- was gut ist - übersehen.

Walchenseeidyll & das zweitausendeinhundertdreiundzwanzigste Gedicht

Auf der Halbinsel Zwergern am westlichen Ufer des Walchensees

In der frohen Natur

Wie könnte diese Frohnatur
Nicht alles überwinden,
Nach rechter Schlechte-Laune-Kur
Zurück zum Lächeln finden?

Sie strahlt für uns, sie strahlt für sich
Und tankt zum x-ten Male mich
Mit malerischer Labe auf -

Was ich jetz 'ma "'ne Gabe" tauf!

Hutmuseum & das zweitausendeinhundertzweiundzwanzigste Gedicht

Deutsches Hutmuseum in Lindenberg im Allgäu

Hutmachertricks

Man schleift mit einer Haifischhaut
Die Filzschicht zum Velours.

Wer das sich unter Wasser traut,
Veredelt jede Schur.

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