Nordsee & das zweihundertvierunddreißigste Gedicht

Bevor es in die österreichischen Berge geht, noch etwas Wind von der Nordsee:

Die Nassforschen

Wir heuern an beim Schwesterschiff
Erneuern noch mit letztem Schliff
Die Liftings unsrer Entourage
Das Plan-Getäu, die Takelage
Und stechen als schon-mal-Gesunk'ne in See
Losch Pech auch die Lunte der alten Idee
Die Neue scheint vermeintlich groß
Drum Segel setzen, Leinen los!
Die noch triefende Kleidung beföhnt uns der Fahrtwind

Es wird erst gestöhnt, wenn wir weniger hart sind

Husum & das zweihundertdreiunddreißigste Gedicht

Hafenmelancholie bei einsetzender Ebbe.

Festmachen

Dieser Kai ist ein stiller Sehnsuchtsort
Nur von Schaukelgeräuschen der Schiffe umsummt

Eingemehlt schleicht sich der Himmel von Bord
Und das Rufen von Fernweh und Bläue verstummt

Kiel & das zweihundertzweiunddreißigste Gedicht

Mittsommertag, just zu meinem nördlichsten Auftritt in Deutschland in diesem Jahr. Da war doch was ...? Richtig. Hier also die Eingangsstrophe des Mittsommertag-Textes von meinem Team "Die Stützen der Gesellschaft" - in diesem Jahr geschrieben & in Kürze auf einer von Ihnen bevorzugten Bühne zu erleben.

Mittsommertag (in the style of Die Stützen der Gesellschaft)

Scheint ein Mittsommertag auch schier niemals zu Ende
So ist er - wie hier - erster Auftakt zur Wende
Noch lebt man behaglich, im Kindsein geborgen
Doch endet die arglose Zeit ohne Sorgen
Für drei Charaktere - na besser: drei Gören.
Mit Namen Karlotta, Finn-Ole und Sören
Wir seh'n hier die drei kurz vorm Sturz ins Verderben
Eine kommt weiter. Und zwei müssen sterben ... (Cliffhanger)

Lodenmoden & das zweihunderteinunddreißigste Gedicht

Die Münchner Unzuchtverse, Teil drei. Auf Eiersuche.

Bei Loden Frey

Heut' dachte ich bei Loden Frey:
Fehlt mir im Hoden nicht ein Ei?!
Ach, nee - da steckt die Nummer Zwei!
Kommt halt nix weg bei Loden Frey

Minga & das zweihundertdreißigste Gedicht

Zwischendurch auch mal wieder in München. Und der Blick aus dem Fenster.

In München

Gut, frag mich, was mir so gefällt, dort in München!

Nun, als Erstes wohl, dass ich hier bin
's gibt Dinge im Leben
Die ändert man eben
Und treibt einmal da- oder anderswo hin
Doch zwischen dem Treiben
Glaubt man an das Bleiben
Und das gibt dem Heute 'ne Masse an Sinn

Ludwigsburg & das zweihundertneunundzwanzigste Gedicht

Das Schloss von Ludwigsburg überstrahlt ein wenig die übrigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wie zum Beispiel das Guinness-World-Records-zertifizierte größte Sparschwein der Welt.

Geschlechterkampf

"Eh ich jetzt die Wut krieg, Ludwig
Bau mir bitte schnell ein Schloss!"

Dadurch, wie die Burg dann hieß
Zeigte ihr der Schurke dies:
"Du nur Anlass, ich der Boss!"

Zürichhorn & das zweihundertachtundzwanzigste Gedicht

Blick vom Zürichhorn. Und ein Plädoyer für das störungsfreie Bedichten:

Der See

Tausend Sonnen blitzen im Wellen-Geschwappe
Hundert Himmel bebläuen den Horizontboden ...

Ein Entenpaar schnattert: "Ach, halt deine Klappe!
Wir hassen der Dichter Erpressermethoden
Ihr solltet euch schämen mit euern Bebildern
Den Eindruck von Schönheit so schändlich zu lenken!
Als sei die Empfindung nicht anders zu schildern
Als wär'n die Herrn Dichter nur fähig zu denken!"
Ich nicke sanft, schenk' ihnen Brot
Das Gift drin wirkt vor Abendrot

Und schwer wie Blei senkt sich die Ruhe
Auf das abendplane Rund
Das Gequake und Gebuhe
Schweben durch den See gen Grund

Zürichsee & das zweihundertsiebenundzwanzigste Gedicht

Nach Dauerregen endlich wieder Ausgelassenheit am Zürisee.

Verweile doch!

Könnte das ewig so weiter gehen ...
So versperrte allein diese Möglichkeit
Den Blick auf die Brachen vom Nicht-mehr-Bestehen
Die wahre Benotung im Zeugnis der Zeit

Giessen & das zweihundertsechsundzwanzigste Gedicht

Schmeichelnd: Städte, in denen du selbst das Schönste bist
#selfierechtfertigungen

Studentinnen mit Gefühlen

Auch wenn eure Hesslichkeit beißt, meine Süßen
Die Aufgabe heißt: Keine Träne vor Giessen
Das mag euch erschüttern, das mag euch verdrießen
Erzählt's euren Müttern - nicht mir, meine Süßen!

Marburg continued & das zweihundertfünfundzwanzigste Gedicht

Marburg. Drei Tage Unterkunft. Kein W-LAN. Beinah nirgends.

Diät

Wähn' mich, weh, im Update-Wahn
Ohne W-LAN an der Lahn!
Schon scheint mir ein Online-Sein
Sehnlicher als Sonnenschein!

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