Winter

Wintergedichte! Verse, die der kalten Jahreszeit huldigen.

Viererspitzenprimus & das eintausendsiebenhundertneunte Gedicht

Wiedenkätzchen vor der Viererspitze des Karwendelgebirges bei Mittenwald

Frühling in den Bergen

In den Bergen greift der Frühling glatt
Dem Winter zwischen die Beine.
Das Grün raunt: "Wie jefällt uns dat?!"
Jede Blüte postet unter #ichoderkeine

In den Bergen gleißen parallel
Das Schneeige und Kleeige -
Zwei Helligkeiten im Duell.
Schafft's heute der Noch- oder Schon-wieder-Fähige?

In den Bergen ist Frühling ein rüder Verdränger.
Der Winter weicht lästernd: "Ich kann dafür länger!"

Wolfsschlucht & das eintausendsechshundertfünfundsechzigste Gedicht

In der Wolfsschlucht / Starzenbach Schlucht zwishen Feldafing undi Possenhofen

Kalte Gedanken

Kann den Winter ja immer noch lieben,
Obschon sein Beginn schmerzhaft schwermütig macht,
Und ganz gleich auch, wie schlimm er's getrieben -
Der Rest der Tonsur schwindet uneitel sacht.

Doch droht mir ein Dasein, da ich wohl gewillt
Bin, immer zu schrei'n, dass der Winter mich killt!
Bisher ist sein Zorn mir erträglich geblieben
Und mir's manchmal möglich, den Winter zu lieben.

Ausweg & das eintausendsechshundertvierundsechzigste Gedicht

Am Starnberger See bei Schloss Possenhofen

Waidmannsleid, seitdemsgeschneit

Wie bei all dem Streugutknirschen
Sich an streun'nde Gnus ranpirschen?

Nachladen 25/01 & das eintausendsechshunderteinundfünfzigste Gedicht

Megaschneefall in München am Abend des 25. Januars 2021 - Tangstraße, Maxvorstadt

Der Wintereinbruch

Doch nach dem Wintereinbruch blieb den
Ersten Frühlingsgefühlen nicht viel Resonanz:
Den knospenwarm Wiederverliebten
Ward der Safe leergeräumt
Und "Na, fertig geträumt?"
Mit kühlem Strich über die Hauswand gesprayt,
Sehr rüde gecancelt dies frühreife Date
Zur Klärung des Wer-ist-hier-dran?s.

Wintersonne & das eintausendsechshunderteinunddreißigste Gedicht

Auf dem verschneiten Moorweg 1 in Benediktbeuern

Laublau

Vom Feeling schon Frühling,
Vom Wind her noch Winter.

Abwegig & das eintausendsechshundertneunundzwanzigste Gedicht

Am Bahnhof von Benediktbeuern

Schneefall

Oftmals hat ja der Schnee eine tückische Glätte
Und kein Stück von 'nem pulvrigen Zuckerbelag!
Nein, nach einem Aufstampf- und Antau-Geplätte,
Beweist sich, dass er auch ganz anders vermag.

Fällste drauf, fällt's dir auf!

In den Isarauen & das eintausendfünfhundertsiebenundneunzigste Gedicht

In den Isarauen bei Freimann

Der Unerbitt

Die Kälte masst aufs ebne Land,
Das kühle Nebel schwitzt
Als hätt' ein Qualm von tiefem Brand
Die Erdkrume durchritzt.

Der Winter lässt sich Zeit und Ruh,
Schaut rauchend uns beim Leiden zu.

Dezemberschnee & das eintausendfünfhunderteinundneunzigste Gedicht

Schneespuren am Olympiapark

Spätes Bekennen

Schneidende Kälte
Säbelt hart an mir rum.
Das Jahr ist in Bälde
Auch schon wieder um.
Mein Faible fürs Frösteln
War bloßes Gewäsch.
Nichts Tröstliches ist so
Beliebt wie sein Hash-
Tag.

Auffahrtsallee & das eintausendfünfhundertzweiundsechzigste Gedicht

Auffahrtsalleen und Kanal beim Schloss Nymphenburg in der Nacht

Saisonale Heimtextilien

Vor Schnupfen oder Fieber rett' euch
Unterschlupf im Biberbettzeug!

Le Soleil im Winter & das eintausenddreihundertdreiundneunzigste Gedicht

Lido di Jesolo Strand im Winter

Poolitisch motiviert

Das Meer ist an den Wintertagen
Einfach keine Möglichkeit.
Wer will, der mag das hinterfragen -
Mir scheint zu kostbar meine Zeit.
Denn statt hinein- gilt‘s einzuschreiten:
Wir fordern -jetzt- Meermöglichkeiten!

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