München

Fotos aus München, seit 2014 Stammsitz der Reimerei Klötgen. Unzählige Auftritte während der Tour 2016. Und danach quasi alleinige Dienststelle in Sachen meiner Poesie.

Lindenblüte & das zweihundertzweiundfünfzigste Gedicht

Lindenblüten

Noch zwei Tage Freizeit, bevor es wieder auf Tour geht.

Die Linden im Juli

Mit süßer Schwere benebeln die Nacht
Die sich spät in den Blütenduft mischenden Linden
Deren Fertilität mit der üppigsten Macht
Dampft vor honigem Willen ins Frühlingsentschwinden
Schon scheint sich ihr Ruch mit der Nacht zu vereinen
Als Bündnis für die Ewigkeit
Solch stolzer Duft muss doch was Bleibendes meinen
Und sich isolieren vom Feldzug der Zeit ...?

Als Wunsch besteht dies, keine Frage
Im Lindenduft der Juli-Tage
Doch spürst du in ihm auch das bittere Wissen:
Du wirst ihn alsbald schon sehr lange vermissen

Olympiapark & das zweihunderteinundfünfzigste Gedicht

Olympiapark Munich Mash

Immer noch drei Tage Freizeit in München.

Trendsportler Wort

Von Außen wird alles wie Freizeit ausseh'n
Wenn wir vom Gedicht zum Kalkül übergeh'n
Auch wenn wir uns längst schon am Magnum-Cup kühlen
Soll es sich für andre wie Zufall anfühlen

Man muss uns als gleichgesinnt interpretieren
"Ja, wir geh'n - wie ihr - hier nur gerne spazieren ...!"

Frauenkirche & das zweihundertachtundvierzigste Gedicht

Frauenkirche München

... und das fünfte Gedicht aus der Reihe der Münchner Unzuchtverse.

Liebfrauenkirche - Dicht- vs. Deckkunst

Ich trat mitsamt dem Sauentierch'
An den Altar der Frauenkirch'
Und sprach: Oh, Herr!-lich ist das Poppen!
Nicht mal von den sauigsten Versen zu toppen ...

Zweite Halbzeit & das zweihundertsiebenundvierzigste Gedicht

Isar

Zum Start in die zweite Jahreshälfte ein Gedicht über München, wo ich zurzeit meine längste Auszeit vom Touren nehme, die sich in diesem Jahr ergibt. Zehn Tage. Erst Donnerstag geht's los nach Görlitz ... Übers Wochenende werden dann auch noch die Gedicht 248-250 hier veröffentlicht. Aber erst mal wirken lassen!

Die Münchner

Die beim Protzen etwas ungalanten
Braungebrannten Zwangsentspannten
Auf "Passt scho!"-Modus eingeeicht
Und gläubig, dass es immer reicht

Sonnenbrillen-Chill-affin
"Joa, is denn scho Italieien?"
Pomadige Hallodri-Posen
Und Habewas in Überdosen
Gekleidet nach dem eignen Schrei'n
Heißt's bloß vermeiden, fad zu sein
Sie parken auf Pump in der Sorglosigkeit

Und um sie herum eine Welt voller Neid

Dallmeyer & das zweihundertfünfundvierzigste Gedicht

Dallmeyer München

Das vierte Gedicht aus der Reihe der Münchner Unzuchtverse.

Dallmeyer

Das, was ich hier im Schwall reiher'
Ditt koofte ick bei Dallmeyer
Ja, der'n Zeig is' auch nach dem x-ten Zerkau'n
Noch stets appetitlich und schön anzuschau'n!

Lodenmoden & das zweihunderteinunddreißigste Gedicht

Loden Frey München

Die Münchner Unzuchtverse, Teil drei. Auf Eiersuche.

Bei Loden Frey

Heut' dachte ich bei Loden Frey:
Fehlt mir im Hoden nicht ein Ei?!
Ach, nee - da steckt die Nummer Zwei!
Kommt halt nix weg bei Loden Frey

Minga & das zweihundertdreißigste Gedicht

Tengstraße

Zwischendurch auch mal wieder in München. Und der Blick aus dem Fenster.

In München

Gut, frag mich, was mir so gefällt, dort in München!

Nun, als Erstes wohl, dass ich hier bin
's gibt Dinge im Leben
Die ändert man eben
Und treibt einmal da- oder anderswo hin
Doch zwischen dem Treiben
Glaubt man an das Bleiben
Und das gibt dem Heute 'ne Masse an Sinn

Balkonien & das hundertachtundneunzigste Gedicht

Aus Balkonien

Vom Balkon der erhöhten Maxvorstadt ins Netz gesetzt.

Zeugen der Dichtung

Ich habe mein Heim nicht über den Dächern
Sondern siedle bescheiden im Dache
Wo Vogelvisiten betäuben und krächern
Beobachtungszögerlich, was ich da mache ...
"Na, Gedichte, du Piepe! Und zwar über dich!"

Das Angesicht zu Angedicht
Behagt den frag'nden Vögeln nicht
Und solch Fokusse fürchtend, verpissen sie sich

Isartor & das hundertsiebenundneunzigste Gedicht

Am Isartor

Es war da so eine Ahnung, als wenn sich das gute Wetter immer verkrümelt, sobald ich wieder in München ankomme. Heute sieht das anders aus. Aber der Eindruck bleibt - in Form eines Gedichts:

Hoch & Wasser

Die Gewässer sind mit allen Wassern gewaschen
Und Nässe lässt sich von der Nasenspitz naschen
Die Spatzen sind's satt, durch die Stadt zu spazier'n

Weil Platzregen ratzefatz das hinfort spülen
Was sich bereits regte an Sommergefühlen
Nun trommeln die Tropfen aufs hoffende Hirn

Hauptbahnhof München & das hundertsiebenundachtzigste Gedicht

Hauptbahnhof München

Nach dem Auftritt, spätabends schon wieder daheim. Der Mai verspricht ein sehr sesshafter Monat zu werden.

Die Zwischenzeiten

Ich muss mir aus den Zwischenzeiten
'Ne Mindestportion einer Heimat bereiten
Mich vergewissern, wo ich wohn':
Hier Eingangstüre, da Balkon
Und all das Sich're Zwischendrin

Dort zieht's mich fort, dort zieht's mich hin

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