Ruhpolding

- 18.04.2018 Ausflug
- 21.-22.04.2019 Osterausflug
- 30.03.2021 Ausflug

Eisenärzt & das eintausendsiebenhundertvierundzwanzigste Gedicht

Lore an der Traunbrücke von Eisenärzt

Wie Wortwitz Ernst unterhakte

„Ich schenke dir mein ganzes ´erz“,
Versprach im Trikot Lore.
Auch nackt hielt ich‘s noch für nen Scherz -
Schon stand‘n wir vorm Pastore.

Fuchsau & das eintausendsiebenhundertdreiundzwanzigste Gedicht

Ausblick von Wasen auf Fuchsau in Ruhpolding

Der Ethno-Graf (resp. -Gräfin)

Wenn auffällt, dass dein Forschungsfeld
Vor Forschern anders sich verhält,
Hast du entdeckt, wie viel Subjekt
In vorschnellen Objekten steckt.

Baden im April & das eintausendsiebenhundertzweiundzwanzigste Gedicht

An der Badestelle Mittersee

Verwintert

Wieder steh / ich am See
Und betrachte, wie der Schnee-
Derwisch ohne Widerstand
Biederweiß bewischt das Land.

Wenn ich wenig See auch seh,
Widersteh ich nie der Seh-
Nsucht nach einem Bad im See.

Immer wieder, wie der Schnee.

Mittersee & das eintausendsiebenhunderteinundzwanzigste Gedicht

Zugefrorenes Ufer vom Mittersee bei Ruhpolding

Wassermarsch

Es wird in deinem kurzen Leben
Noch so viel Niederlagen geben,
Dass es unstatthaft wär, so um diese zu trauern.

Dass wir schon früh in Pfützen traten,
Nützt uns allmählich beim Durchwaten
Von zur Sintflut sich zähflüssig sammelnden Schauern.

Trotz erlittener Schritte verbleibt dein Weg lang,
Doch stützt bald der Pegel des Wassers den Gang.

Schattenblüher & das eintausendsiebenhundertzwanzigste Gedicht

Erste Frühlingsboten im Ruhpoldinger Auenwald

Neustart Vernunft

Vermutlich wird die Wut sich richten
Nach Reboot eurer Weltansichten!

Ruhpolding & das eintausendsiebenhundertneunzehnte Gedicht

Gehzeiten

Wanderer, ist es schon soweit,
Dass auch deine Wanderzeit
Tatsächlich sich
Allmähehlich
Annähern will
Den von gelben Schil-
Dern prognostizierten Gehzeitminuten?
Musstest du dich dafür insgeheim sputen?
Läufst du nun gar
Manchmal Gefahr,
Sie laufend zu überbieten
Wie lausigste Sonntagslaufnieten?

Leider ist es so, dass für die Restzeit auf Erden
Auch Angeber zunehmend
Langsamer werden.

Ruhpoldinger Kätzchen & das eintausendsiebenhundertachtzehnte Gedicht

Frühlingserwachen in Ruhpolding

Frühlingstöne

Es stülpt sich aus der Starre
Ein beplüschter Gruß hervor,
Zupft an der F-Gitarre,
Spitzt das zart gescheckte Ohr,

„Akkorde, Akkorde!“, fordern da Chöre,
Ihr Echo frohlockt prickelnd: „Sekt, Sekt, Sekt!“,
Es bersten vor Fülle die Bäuche der Störe
Und stracks wird die Tanzwut der Pollen geweckt.

Alles bugwellt ein Leben,
Das sich wiedererhellt -
Mit symphonischem Beben
Enthüllt sich die Welt.

Rauschbergstation & das eintausendeinhundertfünfundsiebzigste Gedicht

Blick vom Rauschberg auf Ruhpolding und Chiemsee

Abstieg ins Nichts

Ein wenig Gipfel nur
Als reichweit zu spüren -
Das hätte als Spur
Mir bei Weitem gereicht.

Doch auf Wegen, die stur
Ins Tal hinab führen,
Verschluckt mich die Flur
Schon, erbarmungslos seicht.

Rauschberg & das eintausendeinhundertvierundsiebzigste Gedicht

Wald unterm Rauschberg

Naturen

Das Waldsonnenlicht kitzelt Dunst aus den Böden,
Es streift untreu die Bitte zu bleiben.
Und durch Schatten, die in ihrer Trägheit veröden,
Schwebt Wärme, zersäbelt zu Scheiben.

Anonymes Gesumm flirrt im goldenen Spotlight
Eines Schauspiels, das bedeutungslos einfach nur Licht ist.
Den Ratlosen gilt dies als Gruß ihrer Gottheit,
Da du bloss in den Zeilen von einem Gedicht bist.

Polding & das eintausendeinhundertdreiundsiebzigste Gedicht

Frühling in Ruhpolding

Zur leichtfertigen Betonung von Ruhpoldingen

Chiemgauer und Kiemenkauer,
Die nach Ruhepolen gingen,
Zählt der standorttreue Bauer
Wortlos zu den Ruhpoldingen.

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