Luft

Verse für die Sanguiniker, denen man Luft, Frühling, Morgen, Kindheit zuordnet.
Die unbeschwert lustigen, formverliebt selbstgenügsamen Gedichte.
Hort der Sprachspiele und Massenalliterationen.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Wasser oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

St. Pauli & das siebenundzwanzigste Gedicht

Superbude St. Pauli

Zum Start der letzten Runde im Norden meinem alten Lehrmeisterslam "Hamburg ist Slamburg" einen Besuch abgestattet. Hier habe ich 2002 von Tina und Hartmut meinen ersten Startplatz für die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Bern bekommen. Zusammen mit Wehwalt Koslovsky. Der Rest ist Geschichte.
Zu der gehört in Hamburg seit nunmehr einigen Jahren die Unterbringung der Poetry Slammer in der Superbude St. Pauli, von der viele Kollegen aufrichtige Fans sind - und in die mich die netten Menschen vom Kampf der Künste gleich drei Nächte einquartiert haben. Und da ich hier ungefähr so oft geschlafen habe wie daheim, bekommt die Superbude zum Abschied auch ein Gedicht. Is nur fair. Aber mehr als dies ist mir auch nicht eingefallen:

Superbude (Sternschanzen & Herrnchancen)

In seiner Stube
Will der Bube
Am Abend nicht alleine sein
Sudelige Puderpuppen
Lädt er in die Superbude
Und auf zwei, drei Weine ein

Jetlag & das dreiundzwanzigste Gedicht

Backstage Wo ist Hola Slam

Irgendwo zwischen dem Auftritt in Seattle und der Ankunft in Frankfurt wurde der 20. Januar verschluckt. Bin zu müde, um der Sache nachzugehen.

Nicht in der Lage - die verschobene Zeit

In Frankfurt hab ich eine Jetlagablage
Zu der ich, Frank, flugs meine Koffer noch trage
Denn die MEZ holt sich pardonlos ihr Stück
Des bei Hinfahrt verlängerten Tages zurück

Der Weg zurück, schlaflos nochmals & das zweiundzwanzigste Gedicht

Seattle Underground

Die Uhr auf dem Foto sagt alles. Der Morgen nach dem Slam ist der Aufbruch zur Rückreise. Macht die Sache nicht besser. Viele Stunden Flug, viele Stunden Zeitverschiebung. Ich rechne lieber gar nicht erst nach ...

Die Frühaufsteher

Jede Menge
Sonnenaufgänge
Tagesanfänge
Vogelgesänge

Aber an Schlaf:
Nachholbedarf

Seattle & das einundzwanzigste Gedicht

Blick von der Seattle Needle

Viel Zeit bleibt nicht, um eine zum ersten Mal besuchte Stadt zu begutachten. Der Beiname Rain City wird jedenfalls bestens bedient. Der Pike Place Market bietet Unterschlupf und Fisherman's Flair. Gefällt.

Mein Tag in Seattle

Seattle Needle
Und Grungerockgegniedel
Dann Poetrybattle
Und Schalfentzugschäddel

Buchstäblich weise steht noch auf dem Zettel:
Ein kleiner Seat - auf Schwäbisch: Seatle
Die Aussprache driftet dann doch eh'r zu
Seemann Kuddel Daddeldu

Vulkane & das fünfzehnte Gedicht

Haleakala auf Maui

Ursprungstäler gestaltende Vorursprungsberge grüßen aus 3.000 Metern.

Wollen Vulkane

Einen Vulkan
Kann Volker
Volle Kanne gebrauchen

Mussernichmehr selber rauchen

Descendants & das vierzehnte Gedicht

Hanalei - am Descendants-Strand auf Kauai

Heute an jenem Strand scheingejoggt, an dem George Clooney bei eben diesem Bewegungsritual dem Liebhaber seiner Descendants-Gattin begegnet. Auch so etwas gehört verarbeitet:

Von Beiden

Ergraut wie George Clooney
Gebaut wie Wayne Rooney
Da längst nicht so trendig
Dort weniger wendig
So wanke ich auf beider Spuren
Meine Nerdic Walking Touren

Kauaigekauer & das elfte Gedicht

Hawaii Brandung

Was soll schon anderes dabei herauskommen, wenn man den ganzen Tag aufs Meer rausschaut?

Irrtümer der Wasseranrainer

Oh, sieh an: der Ozean!
Da grenzt auch unsre Nordsee dran
Da sind wir hier viel näher dran
Als beispielsweise Teheran

Aloha & das achte Gedicht

Waimea Beach

Es gibt diese Auftrittsorte, zu denen man etwas lieber anreist als zu anderen. Und das ist nicht einmal immer die Schuld jener anderen Orte. Handtuch ausbreiten, Spontangedicht schreiben.

Lässige, highnesslessige Eilande & das Hai-Life

Trotz Haiwarnung war heut Hawaii
Wie weiland weitgeh'nd heilandfrei

Zwischenstopp & das siebte Gedicht

Flughafen Los Angeles

Zwischen Chicago und Hawaii drängt sich immer noch ein kurzes Nippen am hollywoodnahen Bodenstaub. Die kaputten Maschinen von American Airlines vollbringen das Kunststück, hieraus eine Nacht am Flughafen zu machen. Zeit für ein Spontangedicht und die Bran Van Frage: What the hell am I doing drinking in L.A.?

Vaflogen

Ich wollt nur nach L.A., hey -
Und nun bin ich im All, ey!

PS: Eigentlich sollte jeder siebte Eintrag mit einem Langgedicht locken. Aber um keine Copyright-Streitigkeiten mit Ferrero vom Zaun zu brechen und wohl auch zur Entschlackung meines Aufgabenzettels, möchte ich nun die Losung ausrufen: Ein Slam-Gedicht in jedem zehnten Ei(ntrag)!

Vorbereitungen für den ersten Auftritt & das sechste Gedicht

The Bean Chicago

Frage: Finde ich in Chicago noch ein Bühnenoutfit für meine Tour? Antwort: Geh shoppen, Dichter! Und lass ein Spontangedicht hören:

Chi-Chi in Chi

War der Dog von Doc Schiwago
Ein Chihuahua aus Chicago?

Da gohen die Chilenen -
Frag einfach ein'n von denen!

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