Seychellen

Das Insel-Paradies ist nach der dritten Einladung zum Bling Bling Nod Poetry Festival ist mit 18 Shows mein vierthäufigster Auftrittsort seit 2016:
- 23.09.16 Victoria, Special Guest Show, Kaz Zanana
- 20.03.18 Anse Royale, University of Seychelles
- 21.03.18 Beau Vallon, Bazar Labrine
- 23.03.18 Victoria, National Art Council
- 24.03.18 Beau Vallon, Berjaya Beach Resort
- 19.03.19 Anse Royale, University of Seychelles
- 20.03.19 sieben Auftritte in der Mt. Fleuri Primary School, Police Academy & Alliance Francaise
- 21.03.19 zwei Auftritte im SITE & ICCS International Conference Center
- 22.03.19 Beau Vallon, Regatta Site
- 23.03.19 Beau Vallon, Savoy Hotel
- 24.03.19 Anse Royal, Village Artesanal
... nach den Auftritten habe ich dort selbstverständlich auch immer einige Tage Urlaub verbracht!

Seselwas & das achthundertzweiunddreißigste Gedicht

Nördlich von Beau Vallon

Mein erstes Poem auf Seselwas - vorgetragen zum Closing Dinner des Bling Bling Nod Poetry Festival 2018

Lareponse bann sousouri

Ler Gondwana ti separe
On annalan pou arriv lenn
Bann sil sesel ti arret
Lan mwatye semen
Avek en santiman ... pour lafrik

De kantinan zot ranpli avek regre
Pour sa 50 shades of grey
Ek 150 shades of ... ble!
Ki ti en rezilta avan
Ki nou zot ti fini konte

Deman bann sousouri
Lekel ki pouvin
Latraksyon bann zou eropeen
Akot zot ti
Debout isi

Petet zot pou reponn:
"Nou ... ti annalan kot lenn
E nou ti arret lan mwatye semen
Avek en santiman ... pour lafrik!"

Me
Pli probablemen
Bann sousouri pou reponn:
"Gete!
Ek aret mete
Sa kestyon bet, oke?!"

Anse Royale & das achthunderteinunddreißigste Gedicht

Anse Royale

Kakao

Ihre Lippen sind wie Schokolade
Deren Schmelz sich nie verzehrt
Von dem ich mich ab einst bis grade
Unersättlichstens ernährt

Treue & das achthundertdreißigste Gedicht

Bei Victoria Seychellen

Africars

Die ostasiatische Schrottkarrenflotte
Muss schepprig zum Mindestlohn schuften
Und strömt wie 'ne keuchende Rostbratenrotte
Durch staubige Hochglanzlackgruften

Die Autodidakten und magisch Geschickten
Verpflanzen hier freihändig Herzen
An wieder und wieder Zusammengeflickten
Und jeder Gang dreht unter Schmerzen

Gerippe aus zeitweilig völlig Zerstörtem
Als letzte Station vorm per pedes
Vibrier'n treu zu lastengewaltig Geröhrtem

Der Fahrer träumt von 'nem Mercedes

Übersicht & das achthundertneunundzwanzigste Gedicht

Blick auf Victoria von den Trois Freres

Ripostegedicht zu "Du bist ein Rätsel mir von fremder Art" von Rose Ausländer

Die Auflösung

Nach fünf Minuten war dann ja
So zwischen uns schon alles klar
Wir wollten nicht den Kreis bemessen
Wir gingen gleich zum Eiskremessen
Und kurz darauf - auch gemeinsam ins Bett

Doch niemand seufzte: "Ach, wie nett ...!"

Weil es gilt als Versprechen: Zur Liebe nur wird
Was sich auch gebührend verkomplifiziert!

Wir haben es schlichtweg zu simpel getrieben
Drum nannte man schlecht unsren Weg sich zu lieben

Schon ward uns genommen
Was kurz schien vollkommen

Und gab's je was zurück? Ach, nein ...
Man darf nicht einfach glücklich sein!

Open Air Drive & das achthundertachtundzwanzigste Gedicht

In den Beau Vallon Hügeln

Auf dem Pickup

Auf einer Pickupladefläche
Pflegt mich der Schoß der vertrautesten Fremdheit
Es sammeln sich die Luftstrombäche
Im Hooliganwhirlpool der schönsten Verkämmtheit

Beau Beau Vallon & das achthundertsiebenundzwanzigste Gedicht

Beau Vallon

Wie auch ich vergebe mir nichts, wenn ...

Wenn in einer Partnerschaft
Keiner seinen Part mehr schafft
Glauben beide unbeirrt, jeder tät' das Seine

Obschon ja das eig'ntlich Bereichernde ist
Dass man nicht mehr Gleiches mit Gleichem bemisst

Tu du in Ruh das Meine!

Anse Takamaka & das achthundertsechsundzwanzigste Gedicht

Anse Takamaka

Donnerstags- und Sonntagskind

Strandsand, Wellenhinundher
Lichtermeererhellung - wer
Mag da nicht herniedersinken
Und ein Kokosnüsschen trinken?

Du find'st Nieselregen schöner
Und genießt den Restfleischdöner?
Ob Niederlagen denkst du: "Nie mehr!"
Und niest in der Spritzgischt vom Straßenverkehr

Plaisance & das achthundertfünfundzwanzigste Gedicht

Vorort Victoria Seychellen

Afrikarand

In den Vororten und zweite-Reihe-Hausreihen
Hockt die Folklorefreiheit Afrikas
Freundlich auf dickfleischigkrautigem Gras
Doch sie kann die Exotik nicht gänzlich entweihen
Immer schwänzt eine Palme, ein Dickicht
Das keiner Gartenwelt Halmung entspricht

Hier sind das Cruisen, die Bässe noch warm vom Versuch
Hier wird niemand die Scheinwerfer blenden
Ist das Eiland ein einig "Ich kenn'n den!"
Alle Globalisierung bleibt ein fremder Geruch
Lehrt das Leid, nicht zuviel zu erwarten
Harkt die Zeit die Option
Zwischen "noch nicht" und "schon"

Ein sehr unverbindlicher Garten

Bei Air & das achthundertvierundzwanzigste Gedicht

Bel Air Friedhof Seychellen

Dogs

Nachdem wir den Hund begraben hatten
Schlich der Geruch der Verwesung in alle Zimmer
Es war wohl der hündische Überschuss Treue
Der ließ sich nicht mit ihm bestatten

Und das ist der Grund, Welt, weshalb ich noch immer
Mein Herz zu beerdigen scheue

Silhouette Island & das achthundertdreiundzwanzigste Gedicht

Blick von Beau Vallon auf Silhouette

Alter Ego

Stetig scheint mir mein Wagemut etwas zu sagen
Wie: Ich glaube, ich meinte wen anders als dich!
Jene Pfade, die in meine Trottbahnen ragen
Wollen zuviel Gepäck fürs sich wandelnde Ich

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