Essen

Meine Heimatstadt, obschon 1998 gen Hamburg verlassen, ist immer noch jedes Jahr für mindestens sechs Auftritte und unzählige Zwischenstopps gut.
Jede Menge Essen-Gedichte finden sich in meinem Buch "Büdchenzauber und Zechenverse" (http://www.conbook-verlag.de/buecher/ruhrgebiet/)

Homebaum & das siebenhundertneununddreißigste Gedicht

Christbaum der Familie Klötgen

Jauchzet, frohlocket!

Nun, Krippenplätze sind begehrt
Drum wird das Jesuskind verehrt

Tor 23 & das siebenhundertsiebenunddreißigste Gedicht

Band-Backstage Grend

Ein Text vom Marilyn's Army Album "Zeit zu schrei'n" (2018). Und wie am jeden 23. Dezember nutzen wir diese Backstage für unser Weihnachtskonzert im GREND Essen.

Keine Beweise

Du sagst, es sei Zeit zu verstehn
So könne es nicht weitergehn
Da gäbs Menschen mit guten Ideen
Aber ich werd das niemals so sehn

Keine Beweise
Wenn ich es nicht will
Das sind keine Beweise
Wenn ich es nicht will
Vielleicht war ich zu leise
Doch du bist jetzt still!
Das sind keine Beweise für mich

Du sagst, es sei letztlich banal
Man hätte ja eh keine Wahl
Dass Skrupel und Zweifel vergehn
Aber ich werd das niemals so sehn

Du sprichst von den Zeichen der Zeit
Du wärst für was Neues bereit
Inzwischen sei zuviel geschehn
Aber ich werd das niemals so sehn

Ich erkenn, wie du weichst
Mit den Falschen die Hände dir reichst
Mir scheint, ständig gibt's einen wie dich
Und immer fehlt einer wie ich

Heimatbuch & das sechshundertsiebzehnte Gedicht

Heimatbuch Ruhrgebiet

Ein kleines Gedicht, um auf das große Sommer-Sonderangebot aufmerksam zu machen.

Vom Trotten

Ein Trottel trottet durch den Pott
hüpft über Schotter, über Schrott
Der Pütt kaputt, nur tote Schlote

Die hier mal war'n, warn'n nun Verbote:

Betreten sei nicht mehr erlaubt

Betreten schweigt er, trottberaubt

Draußen Essen & das sechshundertzehnte Gedicht

Brombeeren

An Anne Bude (Schwitters im Twitterformat)

Anne Bude, schönet Gör
tust den ganzen Pott versorgen
mit Geklön, Gedöns und möhr
Danke, Anne – und bis morgen!

Der Himmel über Essen & das sechshundertneunte Gedicht

Der Himmel über Essen

Schwuppdiekrupp

Schwupps – der Krupp vom Ruhrgebiet
Stillt den Wachstumsappetit,
Schickt den Stahl aus seinem Stall
Weltallweit ins Überall.
Von der höchsten Eisenbahn
Bis zum bösen Größenwahn –
Unser Krupp, der tut dat wuppen!
Macht Tuff-Tuff und tough die Truppen.

Aber nach zwei Weltkriegsrunden
Kann der Krupp nur kurz gesunden,
Stahl sich fort und ward vergessen:
Schwuppdiwupp, der Krupp aus Essen.

Zeche Heinrich & das vierhundertdreiundvierzigste Gedicht

Zeche Heinrich Essen Überruhr Holthausen

Meine Maschinen

Meine Maschinen
Haben Turbinen
Haben die Stärke von mancherlei Pferden

Meine Maschinen
Sind fleißig wie Bienen
Liefern die Antwort auf "Wat soll dat werden?"

Meine Maschinen
Sind flott ausgespuckte
Schrottig gewordene Wegwerfprodukte

Meine Maschinen sind nachts oft allein
Und werden dir nie deine Skepsis verzeih'n

Überruhr & das vierhundertsiebenunddreißigste Gedicht

Ruhrhalbinsel bei Holthausen

Daheim auf Besuch

Heißt der alte Fluss dich noch immer willkommen?
Strahlt die Sonne nach hierhin doch stärker vertraut?
Wieviel deines Muts hat die Zeit dir genommen?
Was ist als Erinnerung sicher verstaut?

Welcher Urinstinkt hat sich im Fels eingenistet
Und verharrt widersagend dem Erdkugeldreh'n?
Welche Comeback-Optionen sind zeitlich befristet?
Welche Änderung meuchelt das Wiederversteh'n?

Du stellst zweihundert Fragen - und der Fluss hört nicht zu
Denn wie tief du hier eintauchst, weißt ausschließlich du

30 Jahre unzerstörbar & das dreihundertfünfundsechzigste Gedicht

Marilyn's Army 2016

Irgendwie im Nachhall der Afrikareise untergegangen: Das neue Album "Dies ist nur 1 Test" zum 30jährigen Bandjubiläum von Marilyn's Army. In diesem Jahr zwischen den ersten 160 Auftritten und 360 Gedichten entstanden. Eigentlich ein Wunder - welchem hier mit einem weiteren Songtext vom Album gehuldigt sein soll. Album anhören!

Im Einsatz

Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten das Boot

Was soll ich sagen, wenn der Assistent fragt:
Bist Du Dir sicher, dass noch was passiert?
So etwas lässt sich leider nie vorausahn'n
Aber irgendetwas stört mich hier

Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher

Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Und beobachten das Boot

Essenpresse & das hundertdreiundneunzigste Gedicht

WAZ-Artikel Poetry Tour

Bei den Heimgastspielen in Essen mit großem medialen Empfang überrascht worden.

Der Autor

Noch vernarbt vom Vertragen mit den Verlagen
Wird mit neuer Lektüre an Türen geleckt
Geklagt ob der Buchstaben, die fürs Buch starben

Er versteckt, dass er Verse mit Werbung vertaggt

Rüttenscheid & das hundertachtundzwanzigste Gedicht

Theklastraße

Vorm Auftritt in Essen noch einmal dem Hause Klötgen Rüttenscheid einen Besuch abgestattet und an meiner alten Wohnungstür (1993-1998) vorbei gehuscht.

Ware Wohnung

Hier das war mal meine Wohnung
Und auf mal liegt die Betonung
Weil die Zeit nie mehr vergisst
Dass ein War für ewig ist

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