Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

  • Zweiter Wintereinbruch & das zweitausendachthundertvierte Gedicht

    Zweiter Wintereinbruch & das zweitausendachthundertvierte Gedicht

    Vortauzeit

    Im Schnee ahnt sich nichts, dass er bald schon verschwindet,
    Dass ein Tauwetter kommt und den Tusch überwindet,
    Den er gewichtig angestimmt,
    Und aller Schicht die Deckkraft nimmt.

    Sein Intermezzo bleibt als Stück,
    Vom Schnellfall angespielt,
    Es variiert allein darin,
    Wie lang er dies Jahr hielt.


  • Nymphenburger Schlosskanal & das zweitausendachthundertdritte Gedicht

    Nymphenburger Schlosskanal & das zweitausendachthundertdritte Gedicht

    Eishockey

    Das Eishockeysein ist mir Leerstand im Leben –
    Es wird keine Eishockereien mehr geben!
    Der Abstand – zu groß zwischen mir und dem Schläger,
    Entschied ich, der sonst ja ein Dauerabwäger:
    Kein Puck erzeugt’s Zucken vom Gern-mit-Dabeisein.
    Es heißt trotz Gefall’n an der Zuschauerei „Nein,
    Mein Leben gibt kein’n Moment Eishockey her!“
    Und von solcherlei Leerstell’n gibt’s hundertfach mehr …


  • Zur Platte & das zweitausendachthundertzweite Gedicht

    Zur Platte & das zweitausendachthundertzweite Gedicht

    Mal so nebenbei …

    Nuancen sind die leibhaft’gen Perl’n vor die Säue –
    Und doch halte unbeugsam ihnen die Treue!


  • Wintereinbruch & das zweitausendachthunderterste Gedicht

    Wintereinbruch & das zweitausendachthunderterste Gedicht

    Wind?

    „Was,“ fragst du verängstigt, „sind das für Geräusche?“
    Besänftigend sag ich: „Wenn ich mich nicht täusche,
    War das grade das hohle und höhnende Gähnen
    Von Fleischfetzen schnetzelnden Wolfszombiezähnen.
    Das andre der schrille Pfiff vor dem Gesinge
    Einer auf dein Genick ziel’nden Blitzfallbeilklinge.
    Und schließlich die Hex, die ans Fensterchen drückt
    Und schon die Zerstückelungsrostmesser zückt.
    Vor den’n sind wir drinnen hier sicher, mein Kind!
    Aber fürchte den nie zu berechnenden Wind …!


  • Schwanzmeisen & das zweitausendachthundertste Gedicht

    Schwanzmeisen & das zweitausendachthundertste Gedicht

    Und Trumps Friedensnobelpreis geht an:

    Maria Machado aus Venezuela.
    Oh, das vergrätzt unsren eifrigen Kriegsgräberzähler!
    Ob’s fünf, acht, ob’s zehn war’n – das ist eine Schlappe
    Trotz der von den Schleimern der FIFA verlieh’nen Attrappe.
    Nun, wenn’s mit dem Frieden nix wird, wird ’ne Umschulung lohnen:
    Wie wär’s mit dem Nobelpreis für Blitzinvasionen?


  • Neujahrsschnee & das zweitausendsiebenhundertneunundneunzigste Gedicht

    Neujahrsschnee & das zweitausendsiebenhundertneunundneunzigste Gedicht

    Das schaffst du

    Man sagt, dass man an seinen Aufgaben wächst
    Und vom Lernprozess dreh’n die Propeller …!
    Doch trotz deren Rotation hebt man nicht ab,

    Denn die Aufgaben wachsen noch schneller.


  • Vorletzter Mond & das zweitausendsiebenhundertachtundneunzigste Gedicht

    Vorletzter Mond & das zweitausendsiebenhundertachtundneunzigste Gedicht

    Dezember, Update (Jahresrückblick 2025)

    Da haben wir mit letzter Kraft
    Es an die Ziellinie geschafft!
    Doch jetzt bitte hier nicht schon zur Abreise packen –
    Der Dezember gibt uns noch manch Schlag in den Nacken:

    Der Mitmach-Jihad für Jedermann
    Knüpft wieder an frühere Anschläge an:
    15 Opfer am anderen Ende der Welt
    Für das Ende des Tötens sorgt der Bondi-Beach-Held,
    Dessen Herkunft dann vorschnelle Schlüsse verhindert
    Und das Hetzpotential rechter Stimmen vermindert.

    Israel erkennt plötzlich Somaliland an,
    China droht so wie gewohnt gen Taiwan …
    Aber: Waffenruhe! Zwischen Kambodscha und Thailand. Gut, klar:
    Das gab’s schon einmal dieses Jahr.
    Derweil Schwärzungsstifte über die Epstein-Files huschen
    Zur Melange aus Freigabeweitervertuschen …

    Rosa von Praunheim beendet die letzte Show,
    Chris Rea fährt heim, Brigitte Bardot.
    Thomas Gottschalk – keine Angst, ging nicht ganz von uns, nö –
    Sagte krankheitsbedingt nur dem Spotlight Adieu.

    Das willige Europa einigt sich in Berlin,
    Als Security-Wachdienst zusammenzuzieh’n,
    Weit’re Treffen, neue Pläne und Verstreichen von Zeit …
    Doch es braucht wen, der Russland von Putin befreit.
    Das eingefrorene Geld sollte man dazu nützen,
    Aufbegehrende Jugend in Moskau zu stützen –
    Dann bleibt das Vermögen zumindest im Lande
    Und hilft bei der Säub’rung von Wladimirs Schande.

    Nach Adventskalendern öffnet man Sparkassentürchen
    In – ausgerechnet! – Gelsenkürchen!
    Im Iran regen sich Streiks und Demonstrationen,
    Dann phantasiert jemand von 91 Drohnen
    Und damit man dies Jahr nicht im nächsten vergisst,
    Lern’n wir, was ein Flashover ist.

    Und ein kurzer Blick in die Glaskugel …
    Zu Neujahr heißt’s nach Straßenkrieg wieder devot:
    Ja, sicher wär’s sich’rer mit Böllerverbot.


  • Letzte(r) Post & das zweitausendsiebenhundertsiebenundneunzigste Gedicht

    Letzte(r) Post & das zweitausendsiebenhundertsiebenundneunzigste Gedicht

    Alte Form zum neuen Jahr

    Wir schlittern durch mittlere Jahre des Scheiterns,
    Der Trott schlägt die Pläne des Fahrspurerweiterns.

    Ja, wenn wir so wandel- und lernfähig wären –
    Hätt’s nicht längst Beweise gegeben?
    Das Immergleich prägt unsrer Spielräume Sphären,
    Wir bleiben derweil in den Startblöcken kleben.

    Was wünschen wir folglich uns fürs neue Jahr?
    Möglichst viel von dem Zustand, der früher mal war.


  • Konsum & das zweitausendsiebenhundertsechsundneunzigste Gedicht

    Konsum & das zweitausendsiebenhundertsechsundneunzigste Gedicht

    Zwischen den Tagen

    Erst macht Knecht Ruprechts Rute „Gutsch!“,
    Dann wünscht er mir „A gude Rutsch!“.


  • Mond und Sterne & das zweitausendsiebenhundertfünfundneunzigste Gedicht

    Mond und Sterne & das zweitausendsiebenhundertfünfundneunzigste Gedicht

    Abendspaziergang in der City

    Schon wieder verpasst, diese Stadt zu erobern.
    So viel an Optionen – und alle verpasst.
    Und müßig scheint’s, hier nun groß auszubaldowern,
    Warum du dich nun wohl für welch Schritte hasst.

    Die Stadt liegt hier willig, mit allen Optionen –
    Und sie alle wär’n volksnah zu fassen gewesen!
    Du merkst, du wirst nicht mehr sehr lang in ihr wohnen,
    Und sie lässt sich bereits als Vergangene lesen.

    Allzu leicht schiebt sich nun alle Schuld auf die Stadt –
    Anstatt selbst was zu tun, war ich lustlos und matt
    Und wohl einfach vom Wesen her immer zu spät.

    Ich blieb ob meiner Chancen ein Analphabet.


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

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