Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

  • Methanleitung & das zweitausendachthundertachtundzwanzigste Gedicht

    Methanleitung & das zweitausendachthundertachtundzwanzigste Gedicht

    Vor Traunstein mau dreinschau’n

    Ein paar Haltepunkte vor Traunstein
    Stellt sich bei mir stetig das Grau’n ein.
    Denn hinter den Hecken- und Zaunreih’n,
    Da keltern sie Biere und brau’n Wein –
    Die Kerle eh’r grob, ihre Frau’n fein
    (die trotzdem bestaunen der Pfau’n Schein!).
    Ich mag dir den Trip nicht versau’n, nein,
    Da Städter, sobald sie sich stau’n, schrei’n:
    „Ihr Dörfler spielt gerne die schlau’n Lai’n,
    Doch fallt im Akkord auf die Blau’n rein!“
    Da kann man nur vor dem Verdau’n spei’n …
    Da sollten die von solchen Klau’n Frei’n
    Die sowas bewow!en verhau’n! Kein
    Zweifel, du darfst, bist du down, cry’n!
    Es mag nur ’ne Show deiner Laun’n sein,
    Doch muss man nach Sorgendurchkau’n wein’n!
    Da leisten sich die zu Genau’n ein’n
    Fauxpas, weil sie voreilig raun’n, dein
    Problem wär nach näh’rem Beschau’n klein –
    Du hätt’st doch trotz Zeitenverrau’n Schwein!
    Das kannst du den Bauern der Gau’n leih’n –
    Ein paar Haltepunkte vor Traunstein!


  • San Giorgio Maggiore & das zweitausendachthundertsiebenundzwanzigste Gedicht

    San Giorgio Maggiore & das zweitausendachthundertsiebenundzwanzigste Gedicht

    Auf der wärmeren Seite der Berge

    Auf der wärmeren Seite der Berge
    Leuchtet Hügeligkeit mir so ein.
    Hierzuorts spricht das Volk oft vom Sporteln –
    Aber da sag ich inbrünstig Nein!

    Auf der wärmeren Seite der Berge
    Hat die Techniktextilie einfach keine Funktion.
    Ich mag Sonne mit nackter Empfängnis begrüßen,
    Nicht als Faktor des Tagessolls Peaksubtraktion.


  • Calle Bertolini & das zweitausendachthundertsechsundzwanzigste Gedicht

    Calle Bertolini & das zweitausendachthundertsechsundzwanzigste Gedicht

    Die geheime Armut der Wohlausgewogenheit

    Venedig hat nun leider mal
    Zu wenige Touristen,
    Vieldenig ist das voll egal –
    Lässt alle in sich nisten.
    Optdenigs Armut liegt im Stil –
    Hat nicht zu wenig, nicht zu viel.


  • Markusplatz, Überflutungsvorstufe & das zweitausendachthundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Markusplatz, Überflutungsvorstufe & das zweitausendachthundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Durchnässen

    Ich hab mir ein gutes Gebiss-Good erschissen,
    WC-Bons als Investitionschance ergriffen!
    Die gelten dort im Café – muss man halt wissen! –
    Als Währungsersatz. Drum auch Obacht beim Schiffen!!


  • San Polo & das zweitausendachthundertvierundzwanzigste Gedicht

    San Polo & das zweitausendachthundertvierundzwanzigste Gedicht

    Italien

    Collodi und Goldoni,
    Kolonastik em pom pie,
    Tre pizze Quattro Stagioni,
    Limoncellomelodie
    Und multipulti emozioni,
    Monokulti Frau Meloni –
    Italien, Italien …
    I mag und mal di mal so hin!


  • Venedigs Alpenblick & das zweitausendachthundertdreiundzwanzigste Gedicht

    Venedigs Alpenblick & das zweitausendachthundertdreiundzwanzigste Gedicht

    Mein hintergründiger Nationalstolz

    Ja, natürlich muss Italien es forsch übertreiben:
    Mir sein Licht unters oberste Nasenloch reiben
    Nebst der bunkerverbauten Kartoffeligkeit –
    Mein von Ordnungsgehorsam geerntetes Leid
    An den Provokationen der offenen Chancen!

    Und wie immer macht Lebensgenuss mir Avancen.

    Doch ich mich verschließen, an Heimatstolz binden
    Diese Weisheit, mein Deutschsein so scheiße zu finden.


  • Rio dei Vetrai & das zweitausendachthundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Rio dei Vetrai & das zweitausendachthundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Manchmal sage ich Sachen, die ich selbst nicht verstehe

    Ich sprach zur Gardaseebrigade:
    „Der Brie ist gar, da, seh ich grade!“


  • Mustersammlung Murano & das zweitausendachthunderteinundzwanzigste Gedicht

    Mustersammlung Murano & das zweitausendachthunderteinundzwanzigste Gedicht

    Ein weiterer Songtext fürs nächste Marilyn‘s Army Album „Gold“.

    Zig Zig

    Deine Bahn fährt auf seltsamen Schleifen noch immer hier her,
    Aber jedes Gespräch drängt zum Fazit: „Das geht so nicht mehr!“
    Und ab hier lohnt es sich nicht mehr weiterzugehn,
    Denn ab hier wird sich alles von selber verstehn
    Und das einzusehn fällt ja nach all den Jahrn nicht mehr so schwer.

    Und du findest – zwar umwegreich – immer noch sicher hier her,
    Man begrüßt dich da butterweich: „Alle vermissten dich sehr!“
    Und alles scheint richtig – so viel wurd zum End klar:
    Das ist die Richtung, es ist unabwendbar.
    Die Stadt verspricht: Hier wird dir nichts mehr geschehn!
    Und diesem Moment bleibt die Zeit mit dir stehn.

    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig „Ich scheiß auf euch alle!“ in deinem Lauf!
    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig Zig – in deinem Lauf!

    Deine Bahn fährt wohl weiter auf ewigen Schleifen hier her,
    Du hältst deinen Nebenplatz frei, doch es kommt niemand mehr.
    Denn ab jetzt lohnt es sich nicht mehr hier rumzustehn
    Und ab jetzt wird heir alles ganz leise vergehn.
    Plötzlich fällt’s dir leicht, nichts von dem wiederzusehn
    Und diesem Moment bleibt die Zeit mit dir stehn.

    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig „Ich scheiß auf euch alle!“ in deinem Lauf!
    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig Zig – in deinem Lauf!

    Und du fliehst über seltsame Schleifen zu Fuß von hier fort.
    Es grüßt deine stete Genervtheit und nimmt dich beim Wort.
    Diese Stadt zieht dich runter auf die Null von der Zehn –
    Und diesem Moment bleibt die Zeit mit dir stehn.


  • Brenner & das zweitausendachthundertzwanzigste Gedicht

    Brenner & das zweitausendachthundertzwanzigste Gedicht

    Instagramabler Tourismus am Beispiel Südtirols

    Das Etschtal in seiner gesamten Breite
    Reicht von der rechten Seite bis nach links!

    „Boah, krass“, ruft Mancher, „was ’ne Weite!
    Das ist ja fast so wie in … Dings.“

    „Ja, ja“, sagt das Etschtal, „das mach ich auch extra!“

    Da geht der Besucher. Und schon kommt ein nächster.


  • Schäfflerlightshow & das zweitausendachthundertneunzehnte Gedicht

    Schäfflerlightshow & das zweitausendachthundertneunzehnte Gedicht

    Unter der Dusche (Eine Interaktionsinitiative)

    Ich habe jetzt tapfer den Punkt überwunden,
    Zu dem kaltes Wasser für zwei, die Sekunden
    Sich durch den erwachenden Duschkopf ergießt.

    Die Folter traf mich voll entblößt –
    Hätt gern im Bett noch fortgedöst –
    Oh, welch hinterhältig Biest!

    Nun lässt mich ein Wärmeschwall wieder gesunden …
    Nun, hab die Tortur zu extrem ich empfunden,
    Weil derlei mir nicht den Gesamttag vermiest?

    Doch „Warm“ gewählt, dann kalt umflößt!
    Normal, dass man sich daran stößt!?

    Schreib mir gern, wie du das siehst!


Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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