Songtext

MUC-Skyline & das siebenhundertsechzigste Gedicht

Skyline München

Eine Vorschau auf ein weiteres 2018er-Projekt von mir - ein Liedtext zu Henry Purcells "But ere we this perform"

Streitarie

Du enervierst enorm
Hast jedes Maß verlor'n
Dein überheblich' Selbstgefall'n
Dein egomanes Fäusteball'n
Du hast mein Glück verdorb'n
Als Dank gilt dir mein Zorn

Frisiertisch & das siebenhundertachtundvierzigste Gedicht

Bewohner vom Nachbargarten in der Tengstraße

Ein kurzer Ausblick auf Kommendes - meine vordergründig unziemliche Betextung der Schlusssequenz von Rossinis Ouvertüre zum "Der Barbier von Sevilla". Einfach frei heraus mitrappen!

Frisierte Ouvertüre

Es naht dünnbeinig und fadenscheinig ...
Dann rumpelt's rüpelhaft gnadenlos steinig an
Bis man es irgendwann
Nicht mehr verleugnen kann
Und sich per Sensation den Komfortzonen Ungewohntes angewöhnen lässt

Noch nachvollziehbar
Dass der Barbar da an der Bar dereinst Barbier war
Und ganz Sevilla
Für ihn vibriert wie zu'nem Tanzschritt von Godzilla

Schablonisiert wirkt das hier Servierte
Wie verziert für schiere Schmierenlarmoyanz

Ihr insistiert zwar
Der Komponisten Zierde sei nicht kompostierbar
Und ganz Sevilla
Schien wie frisiert von 'ner verirrten VoKuHiLa

Ironisiert stiehlt das Irritier'nde
Nicht der Grundprinzipien Linientreue Glanz

Es flutet unvermutet gut durchblutet gegenströmig
Und belebend widerstrebend in das Haar Verlockung webend:
Eine der Ekstatik abgerung'ne Akrobatik
Die die Ex-Barbier-Barbatik mit Vokabel-Kokolores koloriert (3x)
Und mit Chaos kokettiert
Uns mit Tobak torpediert
Ziemlich ungewohnt toupiert
Von dem Frondienst desertiert

Mit infantiler VoKuHiLa
Geht Godzilla nach Sevilla
Zu dem Dealer in der Ex-Barbiere Bar:
"Machst Du mir mein Haar?
Diesmal aber ma'
Statt dezent und eh'r verstohlen
Bitte zentnerschwer und unverhohlen
Wild verkämmt ungehemmt
Maßlos onduliert
Spaßig koloriert
Ich bin da gänzlich ungeniert
Sofern nur jemand applaudiert
Und sein beziehungsweise ihr
Hochwohlgefallen konstatiert
Jawoll

Tor 23 & das siebenhundertsiebenunddreißigste Gedicht

Band-Backstage Grend

Ein Text vom Marilyn's Army Album "Zeit zu schrei'n" (2018). Und wie am jeden 23. Dezember nutzen wir diese Backstage für unser Weihnachtskonzert im GREND Essen.

Keine Beweise

Du sagst, es sei Zeit zu verstehn
So könne es nicht weitergehn
Da gäbs Menschen mit guten Ideen
Aber ich werd das niemals so sehn

Keine Beweise
Wenn ich es nicht will
Das sind keine Beweise
Wenn ich es nicht will
Vielleicht war ich zu leise
Doch du bist jetzt still!
Das sind keine Beweise für mich

Du sagst, es sei letztlich banal
Man hätte ja eh keine Wahl
Dass Skrupel und Zweifel vergehn
Aber ich werd das niemals so sehn

Du sprichst von den Zeichen der Zeit
Du wärst für was Neues bereit
Inzwischen sei zuviel geschehn
Aber ich werd das niemals so sehn

Ich erkenn, wie du weichst
Mit den Falschen die Hände dir reichst
Mir scheint, ständig gibt's einen wie dich
Und immer fehlt einer wie ich

Tor 18 & das siebenhundertzweiunddreißigste Gedicht

Linz Hauptplatz

Eine gute Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass ich mit meiner Band Marilyn's Army immer am 23. Dezember im Grend in Essen auftrete. Und dabei voraussichtlich auch dieses Lied singe:

Der Mann im roten Anzug

Der Mann im roten Anzug
die Telefonkarte hält er in der Hand
die Zelle ist frei und der Mann ist bereit
hinter ihm die Frau in einem schrecklichen Kleid

Der Mann weiß genau, was zu tun ist
die Nummer im Kopf, die Bewegung einstudiert
ein bisschen Routine im beschissenen Leben
der Mann kriegt die Verbindung und die Frau steht daneben

An ihrer Seite steht ein plärrendes Kind
das die Niedlichkeit nicht für sich gepachtet hat
Passanten passieren, es ist nicht zu verstehn
Warum hier niemand sagt: Es müsste endlich was geschehn

Der Mann - er beendet das Gespräch
sein Restguthaben beträgt zwei Mark und sechzig
die Frau rückt ihr Kopftuch zurecht
und denkt sich nur: Mein Gott, was die Welt doch schlecht ist

Was die Welt doch schlecht ist!
Naja: obwohl mir das recht ist ...

Werksviertel Ostbahnhof & das sechshundertfünfundfünfzigste Gedicht

FNY-Festival Werksviertel Ostbahnhof

... und ein zweites Stück vom sich allmählich andeutenden dreizehnten Marilyn's Army Album!

Nächte, die die Welt verschlechtern

Ich bin in deinem Umkreis
Sicher nicht so gern wie du
Richtig wär's, zu flüchten
Nur ich komme nicht dazu
In den Nächten, die die Welt verschlechtern

Alles geht von selbst dahin
Während ich verdächtig unverdächtig bin

Refr.: Und in diesen Nächten fehlt's an Sonnenschein
Doch ich mag, wenn der Tag sagt: Gut, dass mal wer nachhakt
Dieser Punkt ist mein!
In Nächte, die die Welt verschlechtern
Rutsch ich zwanghaft rein
Doch ich mag, wenn der Tag sagt: Gut, dass mal wer nachhakt
Dieser Punkt ist mein! Nur noch mal nachzähl'n ...

Wir taumeln und wir stolpern
Und wir scheuen uns vor Halt
Der Nachwuchs flüstert zärtlich:
Seid ihr dafür nicht zu alt?

Für Nächte, die die Welt verschlechtern

Alles geht von selbst dahin
Während ich verdächtig unverdächtig bin

Dickhäuter & das sechshundertfünfzigste Gedicht

Marilyn's Army ist in der Sammelphase neuer Songs für ein weiteres Album. Daher wird ein Teil meiner Textproduktion mal wieder in die Gefilde der Songlyrics eintauchen. Hier der erste fertige Song.

Zeit zu schreien

Versickern der Motivation
Ausgetrickst um deinen Lohn - wart!
Der Kummer ums letzte Detail
In der Summe echt nicht so geil - wart!

Noch bleibt Zeit zu schreien

Ein Triumphgeheul, das irritiert
Bleib desinteressiert und wart!

Wehrlos schleichst du zum letzten Gefecht
Denn nicht einer der Scheine war echt - wart!

Und jeder stellt, was er mal war
Nur noch abgeschmackt abwägend dar - wart!

Der Abstand ist gewährt
Ein Abseits, das dich ehrt - wart!

Refr.: Denn wie lang auch die Quoten die Chancen von dir nicht versteh'n
Es bleibt Zeit zu schreien
Und wie lang die Idioten ihr Beifallgetöse auch deh'n
Es bleibt Zeit zu schreien
Miese Quoten und auch die Idioten
Werd'n mit Sicherheit niemals verboten
Aber uns bleibt die Zeit, um zu schreien: Nein

30 Jahre unzerstörbar & das dreihundertfünfundsechzigste Gedicht

Marilyn's Army 2016

Irgendwie im Nachhall der Afrikareise untergegangen: Das neue Album "Dies ist nur 1 Test" zum 30jährigen Bandjubiläum von Marilyn's Army. In diesem Jahr zwischen den ersten 160 Auftritten und 360 Gedichten entstanden. Eigentlich ein Wunder - welchem hier mit einem weiteren Songtext vom Album gehuldigt sein soll. Album anhören!

Im Einsatz

Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten das Boot

Was soll ich sagen, wenn der Assistent fragt:
Bist Du Dir sicher, dass noch was passiert?
So etwas lässt sich leider nie vorausahn'n
Aber irgendetwas stört mich hier

Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher

Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Und beobachten das Boot

Tonstudio & das hundertvierundneunzigste Gedicht

Tonzone Studio Wattenscheid

Den Vormittag in Wattenscheid für die Aufnahmen von sechs weiteren Songs zum am 2. Oktober erscheinenden zwölften Marilyn's Army genutzt. U.a. dieses Lied:

Starallüren

Insgeheim kann ich schon spüren
Wie die frühen Starallüren
Schür'n die Divenhaftigkeit
Es greift Kritik per se zu weit

Spart Euch das - ruft freudenvoll:
Alles verziehen, alles wundertoll!
Weiterhin zu inkludieren:
Nicht mehr zieren - Schmierenstück ole!
Halberledigt stimmt die Predigt bis auf unbestimmt

Ganz geheim wirst Du Dich rühren
Und die zu Idolen küren
Als würd'st Du für ihren Thron
Dich immer int'ressieren schon

Ungemein kann es verführen
Wenn vor den verschloss'nen Türen
Zeigt sich meine Wenigkeit
Glaub mir, boy - es führt zu weit!

Spar Dir das - und bleib Dir treu
Alles verlogen, alles auch nicht neu!
Weiterhin zu inkludieren:
Abservieren - Schmierenstück ade!
Und sich gnädig dem entledigt, obwohl alles stimmt.

Proberaum & das hundertachtzigste Gedicht

Tonzone Studio Wattenscheid

Aus dem Aufnahmestudio von Marilyn's Army. Und ein weiterer Text vom neuen Album, welches noch in diesem Jahr erscheint. Der erste Tourzwischenstopp im Ruhrgebiet hat schon mal glatt für sechs Songs von 14 gereicht. Mehr folgt in der nächsten Woche.

Dagegen sein

Eh du jetzt irgendetwas sagst (du willst es!)
Und dich für mich nach Höh'rem fragst (du willst es!)
Es gibt für alles einen Grund (ja ja)
Du bist so offensiv gesund
Ich hatte eig'ntlich keine Frage
Krall mir die Reste, sage "i believe in destruktiv"

Danke für die Ratschläge
Doch dieses Leben ist eben ein ungerechtes Schwein
Du musst im Gegenzug mindestens ebenso unfair
Schon vom Prinzip her
Dagegen, dagegen sein!

Du liest doch ständig diese Bücher
Die sagen "Baby, du kannst alles ein!" (willst du das?)
Doch deine Träume sind Idioten
Stell dich mal lieber auf ein Trauma ein

Eh du noch irgendetwas anfügst
Und all die Duldungsstarren anlügst
Verkauf dein Seiern als ein Zeichen
Sie selbst werd'n niemals was erreichen (lalalaaa)

Es ist real auch scheißegal, ich danke für die Ratschläge
Doch dieses Leben ist eben ein ungerechtes Schwein
Du musst im Gegenzug mindestens ebenso unfair
Schon vom Prinzip her
Dagegen, dagegen sein!

Kosmos Berlin & das hundertzweiundsechzigste Gedicht

GEMA-Fest im Kosmos Berlin

Im Kino Kosmos zu Berlin. Vier Fantasten-Schatten - mit freundlicher Unterstützung der munter blitzenden Fotografenkollegen. Und als Gedicht ein passender Liedtext vom kommenden Marilyn's Army Album.

Vielen Dank für die Laudatio

Vielen Dank für die Laudatio
Ich danke für Ihr Kommen und das Pipapo
Die Show hier, muss ich sagen - sie ist einfach nur noch "Woah!"
Mein Dank geht an den Schirmherr und den Hauptsponsor
Momentan hängt sicherlich der Himmel voller Geigen
Da wäre auch die Chance, sich einmal demütig zu zeigen
Nur ist halt nicht so meins – darüber sind wir uns im Klar'n
Das möcht' ich Ihnen und vor allem mir hier jetzt erspar'n

Denn: Es ist bedeutungslos
Und wenn man ehrlich ist
War es am Ende bloß
Ein kurzer Blitz in der Historie tristgrau durchgeweichter Zeit

Wie süß schmeckt denn nun wirklich all der Mühen Lohn?
Da ließ sich was zu sagen, doch ich langweile mich schon
Und wie versprochen, quäle ich jetzt nicht Ihre Geduld
Ich danke fürs Vertrauen und steh' tief in Ihrer Schuld

Denn: Es ist bedeutungslos
Und wenn man ehrlich ist
Bleibt es am Ende bloß
Ein kurzer Blitz in der Historie tristgrau durchgeweichter Zeit

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