Ostern & Weihnacht

Gedichte, die zu Weihnachten oder Ostern aufzusagen sind!

Beim Rauschberg & das eintausendeinhunderteinundsiebzigste Gedicht

Ziegen am Rauschberg

Osterfrühstück

"Ja, Jesus von Nazareth
War zwar als Typ recht nett,
Aber als Erretterer
Waren andre netterer!"

"Ich fand ja, der Mohammed
War doch wohl mal hammernett!"

Omama denkt sich: "Au weia!"
Und haut allen auf die Eier.

Herkulessaal & das eintausendeinhundertsiebzigste Gedicht

Matthäus-Passion im Herkules-Saal der Residenz

Dann feiern wir halt Wiederauferstehung, Leute!

Hohepriester, rohe Biester,
Seid so giftig wie Asbest!
Hohepriester, so vermiest'er
Uns nicht unser Osterfest!

Matthäus-Passion & das eintausendeinhundertneunundsechzigste Gedicht

Matthäus-Passion im Herkules-Saal der Residenz

Fast

Frag ma' am Karfreitag
Mama nach der Teigart
Für ein karges Matzenmahl!

Klagt Kai, der eh'r Thai mag,
So'n Batzen sei fei fad,
Sag: "Tragisch, aber kackegal!"

Halsbandsittich & das eintausendachtundneunzigste Gedicht

Halsbandsittich im Yalla Nationalpark

Stille Weihnacht

Ich entdecke
In der hinterste Ecke
Der Wohnstube, wohin sonst niemand gerät
(Wo höchstens mal drohend ein Einbrecher steht),
Einen mächtigen
Prächtigen
Leuchtenden Baum,
Und Festlichkeit durchströmt den Raum,
Spiegelungen potenzieren
Warmes Licht wie Grippeviren,
Ärmlichkeit scheint überwunden
In der Herrlichkeit für Stunden.

Doch dahinter sehe ich
Zwischen den Zweigen,
Die Einbrecher wieder in Vorfreude schweigen.

Victoria Viharamahadevi Park & das eintausendzweiundneunzigste Gedicht

Buddha Statue im Viharamahadevi Park in Colombo

Weihnacht

Als wär'n wir noch nicht eingeschult,
Dackeln wir durch der Tage Schablone -
Im schönsten Sinn von abgespult.
An jedem Klimbim prangt ein "Geht halt nicht ohne!".

Und überall
Liegen Babys im Stall.

Als wär'n wir wissensresistent,
Umarmen wir warmherzig uralte Lieder.
Wenn erst die vierte Kerze brennt,
Kehrt auch jeder Brauch völlig unbrauchbar wieder.

Und überall
Liegen Babys im Stall.

Als wär'n wir vor Vergessen blind,
Erscheint uns der Trott in perfekt schnurr'nden Gleisen.
Und jährlich grüßt das Christuskind
Auf den unsere Wagenburg schmückenden Weisen

Und überm Stall
Beginnt fast schon das All.

Homebaum & das siebenhundertneununddreißigste Gedicht

Christbaum der Familie Klötgen

Jauchzet, frohlocket!

Nun, Krippenplätze sind begehrt
Drum wird das Jesuskind verehrt

Tor 24, 24 Zeilen & das siebenhundertachtunddreißigste Gedicht

Weihnachten in der Karibik

A Christmas Carol

Umbrandet vom üblichen Weihnachtsgeschwafel
Sitzt festlich gewandet der Bub an der Tafel
Unverwandt im Bann des Drangs
Das Ziel des Stilles-Örtchen-Gangs
Zum Anlass zu nehmen, mal online zu gehen

"Mensch, kannst du dem nicht einmal heut widerstehen?!"
Mahnt der Geist der Weihnacht der Gegenwart
Der diesen Schritt zu überlegen erbat
Weil die Zeit, die man sich fürs "Schnell Mails checken!" borgt
Den Rest der Gesellschaft beschämt und besorgt

"Du fühltest als Kind doch", ergänzt nun der Geist
Der vergangenen Weihnacht, "dich fast wie verwaist
Wenn zum Fest nicht mit Ernst und mit Aufmerksamkeit
(und natürlich Geschenken!) bespickt war die Zeit!
Zahlst du nun die Gänze vom kindlichen Glück
In knapp portionierten Momenten zurück?!"

Und der für die Zukunft zuständige Geist
Zeigt, was das für kommende Weihnachten heißt:
"Da zahlst du dann für virtuelle Zeit
Mit sehr realer Einsamkeit!
Und mailst nur noch per send & bounce
Mit Werbebots und Fake Accounts!"

Da grimmt der Bub nicht mehr länger der Tafel
Und stimmt mit ein in das Geschwafel ...

Tor 2 & das siebenhundertsechzehnte Gedicht

Weihnacht am Berliner Hauptbahnhof

Dies' Jahr keine Geschenke ...

Kerzen! Schmerzen? Herzinfarkt.
Einsargt vorm Weihnachtsmarkt ...

Adventskalender & das siebenhundertvierzehnte Gedicht

Entenpaar im Tegernsee

Nicht wundern, wenn die nächsten Gedichte zunächst etwas kürzer geraten - das bessert sich zusehends: Aus gegebenem Anlass wird dieser Blog zum Adventskalender mit ein- bis 24-zeiligen Gedichten.

Adventskalender

24 Stunden
Sind jetzt überwunden

Ich öffne ein weiteres Tor zum Advent

Das entspricht ja brutal
Ganz genau jener Zahl
Die man schon von seinem Kalenderchen kennt

Osterbrunnen & das fünfhundertvierundfünfzigste Gedicht

Osterbrunnen in Rothenburg ob der Tauber

Restlos Ostern

Zu Ostern lobt der Thorsten statt
Bravo-Popstern-Posterstars
Fest und brav den Osterhas'

"Es ist", döst Thorsten, restlos satt
"Ein volles Nest mit bunten Eiern
'n toller Grund, ein Fest zu feiern!"

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